Rolls-Royce in Dahlewitz: S-Bahn-Anschluss würde zu Win-win-Situation führen

Anlässlich der Eröffnung der Serienproduktion eines neuen Triebwerkes bei Rolls-Royce in Dahlewitz am heutigen Mittwoch hat die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Heide Schinowsky eine bessere Anbindung des Werks an den Nahverkehr gefordert.

„Der Standort ist ein Aushängeschild industrieller Produktion in Brandenburg. Umso unverständlicher ist die bisherige Verzögerungstaktik der Landesregierung bei der Herstellung der S-Bahn-Anbindung. Vom derzeitigen Endpunkt der S-Bahn in Blankenfelde sind es nur wenige Kilometer bis nach Dahlewitz. Seit Jahren wird über die Prüfung der Erweiterung gesprochen, ohne dass klar ist, welche Kriterien für neue S-Bahn-Anschlüsse überhaupt angesetzt werden.“

„Der Ausbau der S-Bahn würde zu einer Win-win-Situation führen. Verkehr, Wirtschaftsförderung und Umweltschutz müssen zusammen betrachtet werden. Die Vorteile liegen auf der Hand“, sagte Heide Schinowsky. Bei Fahrten von Berlin aus in den Brandenburger Speckgürtel sei es oftmals einfacher und schneller, den Nahverkehr zu nutzen als das Auto.

„Das Land hat es in der Hand, für bessere Bedingungen am Standort zu sorgen. Gerade in Zeiten des viel zitierten Fachkräftemangels muss alles getan werden, damit ArbeitnehmerInnen gut und bequem an ihren Arbeitsplatz kommen.“ Eine Entscheidung pro oder contra Arbeitsplatz werde nicht allein durch die Höhe des Gehaltes getroffen, sondern auch durch andere Faktoren, etwa die Erreichbarkeit.

„Der Weiterbau der S-Bahn nach Dahlewitz muss Teil eines deutlichen Ausbaus des öffentlichen Personennahverkehrs insgesamt werden und darf nicht dazu führen, andere Planungen dafür wieder einzustellen“, sagte die Abgeordnete.

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