Stromspeicher kein Grund, Energiewende auf die lange Bank zu schieben

www.ideengruen.de | markus pichlmaierZu den heutigen Äußerungen von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber im Vorfeld des 2. Brandenburger Speichertages nimmt die energie- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Heide Schinowsky, wie folgt Stellung:

„Wirtschaftsminister Gerber tut so, als müsse die Energiewende solange warten, bis ausreichend Speicher zur Verfügung stehen. Doch das ist falsch, denn systemrelevant werden Speicher erst ab einem Anteil von 70 Prozent Erneuerbarer Energien im Stromsystem. Bis dahin kann die benötigte Flexibilität zum Beispiel durch eine flexible Fahrweise von fossilen Kraftwerken, aktives Lastmanagement bei industriellen Stromverbrauchern und durch Stromhandel mit Nachbarstaaten erreicht werden. Wir müssen deshalb beides tun: Die Forschung und Entwicklung von Speichertechnologien voranbringen und die Energiewende forcieren.

Der Erfolg der Energiewende hängt zudem maßgeblich davon ab, ob auch die angestrebte Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden kann. Da hinkt Brandenburg bedauerlicherweise massiv hinterher.“

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