Heide Schinowsky

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Geforderter Fußgängerüberweg in Duben wird Thema im Verkehrsausschuss des Landtags. Ministerin kündigt erneute Zählung an

Quelle rbbIn die Diskussion über den von Dubener Einwohnern geforderten Fußgängerüberweg an der vielbefahrenen Bundestraße B 87 kommt endlich Bewegung. Auf Anfrage der bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky kündigte die Brandenburger Verkehrsministerin Kathrin Schneider an: „Die Straßenverkehrsbehörde wird […] die aktuelle Diskussion zum Anlass nehmen und eine erneute Überprüfung vornehmen.“ Die Verkehrsministerin wies zugleich darauf hin, dass laut einer Richtlinie vom Bund 50 und mehr Fußgängerquerungen pro Stunde Voraussetzung für die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs sei. „Diese Zahl wird im Straßendorf Duben jedoch an keiner Stelle erreicht“, so Schneider; daher sollen nun erneute Zählungen stattfinden.

„Es kann doch nicht sein, dass Einwohnern kleinerer Dörfer mangels Anzahl verwehrt wird, sicher über eine vielbefahrene Straße zu kommen“, kritisiert Schinowsky die Antwort des Ministeriums. Sie gab zudem zu bedenken, dass es grundsätzlich schwierig sei, überquerungswillige Fußgänger zu zählen. „Wie will man denn diejenigen erfassen, die gerne über die Straße gehen würden, dieses Vorhaben aber wegen des heftigen Verkehrs von vornherein sein lassen? Beim rbb-Robur-Termin in Duben erzählten Kindergärtnerinnen, dass sie wegen der schwierigen Verkehrssituation mit den Kindern keine Ausflüge in den auf der anderen Seite der Straße liegenden Teil des Dorfes machen. Anwohner berichteten, dass ältere Verwandte deshalb nicht zu Fuß gehen, sondern mit dem Auto von einem Dorfteil in den anderen gefahren werden.

Zufriedengeben will sich Schinowsky daher mit der Antwort der Ministerin nicht. „Ich habe explizit nach der Möglichkeit von Ausnahmegenehmigungen gefragt; leider gab es hierauf keine Antwort“, moniert die Grünenpolitikerin. Laut Institut für Verkehrswirtschaft, Straßenwesen und Städtebau der Universität Hannover können Fußgängerüberwege in begründeten Ausnahmefällen auch außerhalb des empfohlenen Einsatzbereichs von 50 Fußgängern pro Stunde angeordnet werden.

In Zusammenarbeit mit ihrem Fraktionskollegen und Verkehrsexperten Michael Jungclaus wird die Frage nach einer Ausnahmegenehmigung für Duben nun im nächsten Verkehrsausschuss des Landtags am 6. Dezember erörtert werden.

Die Strecke zwischen Duben und Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) weist die höchste Verkehrsbelastung der B 87 westlich der Bundesautobahn A 13 auf. Daher soll die Bundesstraße weiter ausgebaut werden. Fußgänger in der Ortschaft Duben haben schon lange schlechte Karten, wenn sie die B 87 überqueren müssen. Es fehlt ein Zebrastreifen oder eine Ampel. Seit 15 Jahren warten die Dubener auf eine Lösung vom Landkreis; doch bisher ist nichts passiert. Insbesondere Kinder und ältere Menschen haben große Schwierigkeiten dabei, die Bundesstraße sicher zu überqueren. Aus Sicht der Anwohner gibt es eine Stelle im Ort, wo der FGÜ sinnvoll wäre: Nämlich nahe der Bushaltestelle für den Schülerverkehr nach Luckau; auch Kita und der Friedhof wären hiermit sicher erreichbar.

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17. Dezember 2018

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