Heide Schinowsky

Unterhalb des Wasserspiegels: Maust und das große Hoffen
Einlaufbauwerk: Wo die Spree in den Ostsee fließt - oder auch nicht
Merzdorfer Aussichtsturm: klimagerechtes Hafenquartier – mit Blick auf Müllkraftwerk?
Gedenkstätte Tranitz: Trauer und Erinnerung – für wenige Pfennige die Heimat hergeben
Lakoma: Kreuze für abgebaggerte Dörfer
Südspitze: Der See im Osten ist nicht die Ostsee
Gedenkstein Groß Lieskow: Verdunstung trotz Floating Solar

Unterhalb des Wasserspiegels: Maust und das große Hoffen

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDer Ort Maust liegt mehrere Meter unterhalb des zukünftigen Wasserspiegels vom Cottbuser Ostsee. Nur eine Dichtwand zwischen der ehemaligen Tagebaugrube schützt das Dorf vor den Wassermassen des Sees.

Hält die Dichtwand des Bergbaubetreibers wirklich dicht?

Diese Frage drängt sich den Einwohner:innen des beschaulichen Örtchens Maust mit jedem Tag mehr auf.

Die lokale Bürgerinitiative „Achtung Ostsee“ bezweifelte im Jahr 2015, dass das von der Stadt Cottbus in Auftrag gegebene Gutachten über den Einfluss des Cottbuser Ostsees auf die anliegenden Orte, unabhängig sei. Das beauftragte Ingenieurbüro Gerstgraser lebe zu fast 100 Prozent von Aufträgen des Konzerns Vattenfall, hieß es damals in der Erklärung.

Man kann nur hoffen, dass der Gutachter dennoch Recht behält und Orte wie Maust, Neuendorf, Willmersdorf und Bärenbrück nicht von Überflutungen überrascht werden.

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