Heide Schinowsky

Wasserverlust in Seen durch Braunkohle - Landesregierung macht Bock zum Gärtner

Die Landesregierung hat in der Antwort auf die Mündliche Anfrage der bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky bestätigt, dass der Braunkohletagebau für die Wasserabsenkung von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde verantwortlich ist. Hydrologische Messungen hätten ergeben, "dass sich der Absenkungstrichter des Tagebaus Jänschwalde in nördliche Richtung ausbreitet. Damit verbunden ist auch eine Wirkung auf die in diesem Gebiet befindlichen Seen."

Als eine Reaktion soll nun das bestehende montanhydrologische Monitoring durch den Bergbaubetreiber LEAG erweitert und das Grundwassermodell für den Tagebau Jänschwalde aktualisiert werden. Die Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2018 gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, der LEAG und der Bergbehörde bewertet werden. "Es besteht Konsens, dass für den Fall einer signifikanten bergbaulichen Ursache ein entsprechendes Handlungskonzept zu erarbeiten ist", heißt es in dem von Umweltminister Jörg Vogelsänger gezeichneten Brief. "Die Landesregierung will den Bock zum Gärtner machen", kritisierte Heide Schinowsky. "Der Bergbaubetreiber als Verursacher soll seine eigene Schuld belegen? Das kann doch die Landesregierung nicht ernsthaft in Betracht ziehen". Bislang weigert sich der Bergbaubetreiber LEAG, einen Zusammenhang zwischen Wasserrückgang und Bergbau anzuerkennen. "Wir brauchen endlich ein unabhängiges Gutachten zur Frage, wie groß der jetzt bestätigte Anteil des Tagebaus am Wasserrückgang ist", sagte Heide Schinowsky. "Auf dieser Grundlage müssen Gegenmaßnahmen sowie die entsprechende Kostenübernahme durch den Bergbaubetreiber festgelegt werden." Anlage:

Antwort auf die Mündliche Anfrage

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