Heide Schinowsky

Schiedsstelle für Braunkohle-Bergbauschäden auf der Zielgeraden. Bündnisgrüne: Betroffene nicht außen vor lassen

Taubendorf 6407Die Einrichtung einer Schiedsstelle für Schäden durch den Braunkohle-Tagebau rückt immer näher. Auf Anfrage der bündnisgrünen Lausitzer Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), dass sein Ministerium bereits einen Entwurf einer Geschäftsordnung erarbeitet habe. Dieser befinde sich gegenwärtig noch in der Abstimmung mit den Gremien, insbesondere den beteiligten Bergbauunternehmen LMBV und LEAG. Parallel dazu seien Verhandlungen mit der Industrie- und Handelskammer Cottbus zwecks Übernahme der Aufgabe des Geschäftsbesorgers begonnen worden. Erste Gespräche mit einem potentiellen Vorsitzenden für das Schlichtungsgremium würden von Staatssekretär Fischer geführt, sagte Minister Steinbach.

"Mehr als fünf Jahre sind seit dem Landtagsbeschluss in Land gegangen. Es ist gut, dass sich die Einrichtung der Schiedsstelle nun endlich auf der Zielgeraden befindet", sagte die bergbaupolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Schinowsky. Es sei jedoch bedauerlich, dass sich die Landesregierung zwar mit den Unternehmen über eine Geschäftsordnung abstimmt, aber die Betroffenen bisher außen vor lässt. "Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Schiedsstelle mit den Unternehmen im stillen Kämmerlein ausgehandelt und dadurch ein lahmer Tiger wird", sagte Schinowsky. Aus Sicht der Bündnisgrünen würde sich die Hannelore Wodtke als Vertreterin für die Seite der Betroffenen eignen. Aus persönlichen Gesprächen ist bekannt, dass die Welzowerin für die Aufgabe bereitstehen würde. "Hannelore Wodtke vertritt derzeit die Lausitz in der Kohlekommission und ist seit Jahren für ihr Engagement bei Bergbauschäden bekannt", sagte Schinowsky.

Hintergrund

Laut Bundesbergrecht müssen Betroffene gegenüber Bergbauunternehmen selbst nachweisen, dass Schäden an ihren Häusern durch den Bergbau verursacht worden sind. In Brandenburg gibt es hier derzeit keinerlei Hilfe für die Betroffenen, die häufig einen Kampf wie David gegen Goliath führen müssen. Noch im März 2013 lehnte das Brandenburger Wirtschaftsministerium die Einrichtung einer Schiedsstelle ab, da der damalige Braunkohlekonzern Vattenfall keinen Bedarf dafür sah. Erst nach massivem Protest aus der Lausitz griff der Landtag im Juni 2013 eine Initiative der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Prüfung einer Bundesratsinitiative für eine Beweislastumkehr sowie zur Einrichtung einer Schiedsstelle für Bergbaubetroffene auf.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Tagebau-Folgen Schiedsstelle für Braunkohle-Bergbauschäden auf der Zielgeraden. Bündnisgrüne: Betroffene nicht außen vor lassen

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Unser Plan für Deutschland
    Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, dass der Staat die drängenden Probleme unserer Zeit lösen kann, ist auf dem Tiefstand. Damit wollen wir uns nicht abfinden. In den Wahlkämpfen der vergangenen Monate, in denen wir zugehört, diskutiert und nachgedacht haben, sind neue Ideen und neue Politikansätze entstanden. Hier stellen wir diese Ideen und Ansätze vor: Unseren Plan für Deutschland.
  • Souverän gegen den China-Schock 2.0
    Beschluss des Bundesvorstands vom 5. Oktober 2026.
  • Sozialstaat verteidigen. Gerecht reformieren.
    Deutschlandweit wird am 26. September demonstriert. Egal ob Du selbst betroffen bist, als Beschäftigte*r, Unternehmer*in eines mittelständischen Betriebs oder pflegende*r Angehörige*r, oder ob Du Dich einfach für eine gerechte Reformpolitik starkmachen willst: Deine Stimme zählt. Je mehr wir sind, desto lauter wird unser Signal an die Bundesregierung. Schaffst Du es nicht selbst zur Demo, teile unser Sharepic mit Deinen Freund*innen, Deiner Familie und Kolleg*innen und lade sie ein, für Dich mitzukommen. Wir freuen uns auf Dich.
  • Familien schützen. Gerecht reformieren.
    Die Bundesregierung will ihre Sozialreformen vom Sommer voranbringen. Doch der Widerstand wächst – bei Familien, in der Gesellschaft und auch bei den Sozialpartnern. Und das hat einen guten Grund: Die geplanten Kürzungen sind sozial ungerecht. Wer bei denjenigen kürzt, die sich am wenigsten wehren können, und gleichzeitig große Vermögen schont, betreibt keine Reformpolitik, sondern lässt die Ärmeren für die Reichsten zahlen.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN