Heide Schinowsky

Braune Spree
Braunkohle
Windenergie
Aus dem Parlament

Eindämmung des massiven Wasserverlustes bei Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde: Sorge um verstärktes Algenwachstum bei Wassereinleitung

Pinnower See (www.ideengruen.de | markus pichlmaier)Um den massiven Wasserverlust von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde einzudämmen, wurde der Braunkohle-Bergbaubetreiber LEAG per bergrechtlicher Anordnung dazu verpflichtet, die Wasserstände im Groß-, Klein-, Deulowitzer und Pinnower See zu stabilisieren. Wasserverluste, die durch das Abpumpen für den Tagebau auftreten, sollen nun mittels der Einleitung aus neuen Grundwasserquellen wieder aufgefüllt werden.

Geplant ist, bis Ende April 2019 an den Seen die Wasserversorgungsanlagen zu errichten und ab Anfang Mai 2019 das gehobene Grundwasser in die Seen einzuleiten, kündigte die Landesregierung an. Sorge bereitet den Bündnisgrünen, dass durch die Einträge von Phosphat aus dem Grundwasser möglicherweise eine Eutrophierung und eine extreme Entwicklung von Algen in den Seen drohen könnte.

Ob das Brandenburger Bergamt Maßnahmen zur Reduzierung von Phosphat erlässt, ist derzeit noch offen: "Neben der Wassereinleitung wurde vorsorglich ein Monitoring gegenüber dem Bergbauunternehmen angeordnet, mit dem die Entwicklung der Seen künftig überwacht werden kann. Auf Basis der Monitoringergebnisse muss entschieden werden, ob weitere Maßnahmen zum Schutz der Seen notwendig sind", erklärte die Landesregierung in einer Antwort auf die Anfrage der Jänschwalder Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky (B90/Grüne). Zudem werde im noch laufenden Genehmigungsverfahren geprüft, ob Maßnahmen zur Phosphatminimierung notwendig seien.

"Es wäre niemandem geholfen, wenn die Seen zwar mit Wasser aufgefüllt werden, dann aber mit einem überbordenden Algenwachstum belastet sind. Bei ersten Indizien darauf, dass eine Phosphat-Belastung droht, müssen dem Bergbaubetreiber entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung auferlegt werden", sagt die bergbaupolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Heide Schinowsky.

Da auch die wasserrechtliche Erlaubnis für den Tagebau Jänschwalde bis Ende 2022 befristet ist, soll im kommenden Jahr ein sogenanntes Scoping-Verfahren für die Erlaubnis ab 2023 eingeleitet werden. Mit der Erlaubnis soll das enorme Abpumpen des Wassers durch den Bergbaubetreiber in der Region für die Aufrechterhaltung des Tagebaus geregelt werden. "Ich erwarte von der Landesregierung, dass dem Bergbaubetreiber hohe Auflagen zum Schutz der Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde gemacht werden", sagt Schinowsky.

In den vergangenen Jahren sanken bei Seen nördlich des heranrückenden Tagebaus massiv die Wasserstände, was u. a. ein Fischsterben im Pastlingsee verursachte. Erst nach jahrelanger heftiger Kritik hatte das Brandenburger Landesbergamt vor knapp einem Jahr den Bergbau als zentralen Verursacher der Schäden bestätigt und den Bergbaubetreiber inzwischen dazu verpflichtet, den Wasserverlust wieder aufzufüllen.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Tagebau-Folgen Eindämmung des massiven Wasserverlustes bei Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde: Sorge um verstärktes Algenwachstum bei Wassereinleitung

Pressemitteilungen gruene.de

03. Juni 2020

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Corona-Krise: Kooperation statt Konkurrenz
    Um der Corona-Pandemie entgegenzutreten, braucht es eine nationale, europäische und globale Kraftanstrengung: Wir brauchen Kooperation statt Konkurrenz, Gemeinsinn statt Egoismus, Solidarität statt nationales Denken.
  • Alle Kräfte bündeln – mit einer Pandemiewirtschaft Leben retten
    Die Corona-Krise zeigt die dringende Notwendigkeit, eine Pandemiewirtschaft aufzubauen, die im Krisenfall die Versorgung mit lebensnotwendigen medizinischen Geräten und Sicherheitsausrüstung sicherstellt. Im grünen Autor*innenpapier werden konkrete Vorschläge gemacht, wie dies umgesetzt werden kann.
  • Politik in Zeiten von Corona: Alle grünen Veranstaltungen digital
    Die Corona-Krise fordert unserer Gesellschaft alles ab. Uns als Partei geht es da nicht anders. Aber das politische Leben darf auch in der Krise nicht stillstehen. Darum schalten wir komplett auf digital um. Hier findest Du die wichtigsten grünen Termine in den nächsten Wochen mit Infos zur Teilnahme - die Liste wird in den kommenden Tagen laufend aktualisiert und ergänzt.
  • Situation in Griechenland und in der Türkei
    Die Situation auf den griechischen Inseln ist dramatisch, vor allem auf Lesbos. Jetzt braucht es eine abgestimmte europäische Reaktion, die Geflüchtete in Sicherheit bringt und für Ordnung vor Ort sorgt.
  • Aktionsplan gegen Rassismus
    Die Gewalttat von Hanau zeigt einmal mehr: Wir tragen gemeinsam Verantwortung, Rassismus und Rechtsextremismus den Nährboden zu entziehen. Der grüne Parteirat hat darüber heute mit der Journalistin Ferda Ataman und dem Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen Stephan Kramer diskutiert und einen Aktionsplan gegen Rassismus beschlossen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.