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Waldspaziergang am Tagebau Jänschwalde: Verkleinerung von Tagebauen darf kein Tabuthema mehr sein

www.ideengruen.de | markus pichlmaierÜber 250 Teilnehmer begleiteten heute einen Waldspaziergang der Grünen Liga am Rand des Tagebaus Jänschwalde. Ziel der Wanderung durch bereits abgeholztes Gelände war ein Waldstück, das von Enteignung für den tschechischen Braunkohlebergbaubetreiber LEAG bedroht ist.

„Gerade mit Blick auf den beginnenden Kohleausstieg sind Enteignungen für die Braunkohle nicht mehr zeitgemäß. Die Verkleinerung von genehmigten Tagebauen darf auch in Brandenburg kein Tabuthema mehr sein; die Kohlekommission hat für frühere Ausstiege explizit Entschädigungszahlungen empfohlen“, regt die energiepolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Heide Schinowsky an. Den Planungen zufolge soll der Tagebau Jänschwalde ohnehin nur noch bis 2023 laufen.

Bis zum 30. Juni 2020 sollen laut Abschlussbericht der Kohlekommission einvernehmliche Lösungen mit den Betreibern gefunden werden, wenn Braunkohlekapazitäten nicht mehr in Anspruch genommen werden. „Das würde nicht nur dem Klimaschutz helfen, sondern auch dem Wunsch der Anwohner hier entsprechen“, sagt Schinowsky. „Würde der restliche Wald erhalten bleiben, bliebe mehr Abstand von der Grube zum Ort Taubendorf. Die Entschädigungszahlungen könnte die LEAG in den Aufschluss neuer Geschäftsfelder investieren, um Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Das wäre eine Win-Win-Situation für die Lausitz“, meint Schinowsky.

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03. Juni 2020

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