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Wasserverlust von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde: Mit Infotafeln Transparenz schaffen.

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDer Braunkohle-Bergbaubetreiber LEAG muss keine permanente Wassereinleitung in den Pinnower See gewährleisten. Das teilte der für den Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky mit. "Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Genehmigung auf das Erreichen und Halten eines Stabilisierungswasserstandes ausgelegt ist. Daraus entsteht nicht der Anspruch einer permanenten Wassereinspeisung im Sinne einer ununterbrochenen Wassereinspeisung", erklärte Minister Steinbach: "Gerade im Einfahrbetrieb, bei Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten an den technischen Anlagen oder Untersuchungen kann es immer wieder einmal zu Unterbrechungen der Wassereinspeisung kommen. Dies steht jedoch nicht im Widerspruch zu den erteilten Auflagen", erklärte der Minister.

Am 17. Mai hatte die verspätete Einleitung von Grundwasser in den Pinnower See durch den Bergbaubetreiber LEAG begonnen. Bei einer Begehung am 23. Mai nach einer Ausstellungseröffnung zum Wasserverlust am Pinnower See wurde von Teilnehmern festgestellt, dass die Einleitung gestoppt worden war. Minister Steinbach begründete die Unterbrechnung mit "Nacharbeiten zum Erosionsschutz" im Einlaufbereich. "Es sollte darüber nachgedacht werden, an den Einleitstellen der Seen Infotafeln mit Hintergründen und Zielen der Maßnahme sowie den Kontaktdaten zu Ansprechpartnern aufzustellen", regt die Jänschwalder Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky an. So könne Transparenz und Vertrauen geschaffen werden, auch für den Fall, dass es zu weiteren Unterbrechungen der Einleitung kommen sollte.

Um den massiven Wasserverlust von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde einzudämmen, wurde der Braunkohle-Bergbaubetreiber LEAG per bergrechtlicher Anordnung dazu verpflichtet, die Wasserstände im Groß-, Klein-, Deulowitzer und Pinnower See zu stabilisieren. Wasserverluste, die durch die großflächige Grundwasserabsenkung für den Tagebau verursacht sind, sollen nun mittels Wasser-Einleitung wieder aufgefüllt werden. Allerdings soll nur der Wasserstand vom Jahr 2010 wiederhergestellt werden; der Wasserverlust aus den Jahren davor bleibt nach einem Deal zwischen Land und LEAG unberücksichtigt. Im Gegensatz zur Flutung des Cottbuser Ostsees stammt das eingeleitete Wasser für die Seen nicht aus der Spree, sondern aus Grundwasserreservoiren, die weniger stark als das Oberflächenwasser von Dürreperioden betroffen sind.

Pressemitteilungen gruene.de

23. Februar 2020

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