Heide Schinowsky

Eindämmung Wasserrückgang in Brandenburger Seen: Bündnisgrüne sehen eine „Generationsaufgabe“

20211104 142518Die Brandenburger Bündnisgrünen begrüßen das erstarkende zivilgesellschaftliche Engagement zum Erhalt von Seen. Der Rückgang des Wasserspiegels teilweise um mehrere Meter betrifft viele Seen in Deutschland. Ganz besonders davon betroffen ist das seenreichen, aber zu trockene Brandenburg. Gründe für den Wasserrückgang sind neben klimatischen Veränderungen und der geringen Grundwasserneubildung auch die gestiegenen Nutzungseffekte, wie die Wasserentnahme durch Wirtschaft und Bevölkerung. Das war ein Ergebnis einer hochkarätig besetzten Fachkonferenz zum Erhalt des seit Jahren vom massiven Wasserrückgang betroffenen Seddiner See südlich von Potsdam. Zu der Konferenz hatte der „Förderverein Seddiner See“ Wissenschaft, Politik und Experten zu einem fast siebenstündigen Austausch geladen.
„Der Wasserrückgang ist ein deutliches Zeichen, dass die Klimakrise direkt vor unserer Haustür angekommen ist. Neben der Eindämmung der Folgen müssen wir diese Klimakrise jetzt und verstärkt bekämpfen. Hier in Seddin aber auch in vielen anderen Teilen Brandenburgs wird deutlich, dass wir uns dringend dem Erhalt des Grundwasserspiegels widmen müssen.“, mahnte die Brandenburger Europaabgeordnete Ska Keller am Rande der Konferenz.

„Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich zum Erhalt ihrer Seen, nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner, auch viele Besucherinnen und Besucher. Wir sind gut beraten, die Sorgen ernst zu nehmen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Die Konferenz am Donnerstag war ein wichtiger Meilenstein dafür“, sagte Keller. Für die Europaabgeordnete braucht es aber Geduld. „Der Erhalt von Seen wird eine Generationenaufgabe werden. So schnell wie das Wasser aus den Seen verschwunden ist, wird es nicht wiederkommen. Jetzt müssen aber die Weichen gestellt werden. Mein Dank gilt dem Förderverein Seddiner See, hier die Initiative ergriffen zu haben“.

Das Brandenburger Umweltministerium widmet sich mit seinem Niedrigwasserkonzept genau dieser Aufgabe. In Vertretung von Umweltminister Axel Vogel (B90/ Die Grünen), der auch die Schirmherrschaft der Konferenz übernommen hatte, kündigte Umweltstaatssekretärin Silva Bender Ausrichtung von Regionalkonferenzen in den einzelnen Flussgebieten an. Dort soll das Niedrigwasserkonzept lokal diskutiert werden. Das Umweltministerium wird auch zeitnah ein Online-Portal freischalten mit aktuellen Pegelständen und einem Alarmsystem, wenn die Gefahr eines massiven Wasserrückgangs droht. Zudem wolle das Land Finanzmittel zur Verfügung stellen, um regionale Niedrigwasserkonzepte umzusetzen, kündigte Bender an.

Wie kompliziert der Erhalt von Seen ist, zeigt sich am Beispiel des Pinnower Sees in der Lausitz, erläutert die Lausitzer Politikerin Heide Schinowsky. Bei dem im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde liegenden See gab es bereits eine Dreiteilung aufgrund des Wassermangels. Eine Situation, die man am Seddiner See auch befürchtet. „Seit Jahren gibt es in der Region eine aktive Bürgerschaft, die immer wieder die Diskussion befeuert. Das hat auch dazu beigetragen, dass es Wassereinleitungen in einigen Seen gibt, um das Umkippen zu verhindern“, sagte Schinowsky: Am Pinnower See werde nun die Siedlergemeinschaft an die kommunale Wasserversorgung angeschlossen, um die Wasserentnahme zu reduzieren. „Das alleine wird aber den See nicht retten. Es zeigt sich immer wieder, dass die Menschen in Region bereit sind, ihren Beitrag zu leisten, aber auch Wirtschaft und Politik müssen dabei an einem Strang ziehen“, sagt Schinowsky.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Tagebau-Folgen Eindämmung Wasserrückgang in Brandenburger Seen: Bündnisgrüne sehen eine „Generationsaufgabe“

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Nordrhein-Westfalen: Historisch bestes grünes Ergebnis
    Nach Schleswig-Holstein letzte Woche haben wir GRÜNE heute auch in Nordrhein-Westfalen unser historisch bestes Ergebnis erzielt. Vielen Dank an die Bürgerinnen und Bürger in NRW. Sie haben sich für ein Ende des Stillstands entschieden und einen echten Politikwechsel mit GRÜNEN in der Regierung gewählt. Wir danken auch den vielen Wahlkämpfer*innen vor Ort, die in den letzten Wochen und Tagen alles gegeben haben.
  • Bestes grünes Wahlergebnis in Schleswig-Holstein
    Als GRÜNE haben wir heute unser historisch bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Schleswig-Holstein erreicht. Wir danken unseren Wähler*innen für ihre Stimme und ihr Vertrauen. Und wir danken allen, die uns in diesem Wahlkampf unterstützt haben.
  • Bundesvorstand schlägt Lisa Paus als Familienministerin vor
    Die beiden Bundesvorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour haben heute Lisa Paus als neue Ministerin für Familie, Senior*innen, Frauen und Jugend vorgeschlagen. Die Haushalts- und Finanzexpertin war zuvor federführend an der Entwicklung der Kindergrundsicherung beteiligt.
  • Frühwarnstufe im Notfallplan Gas
    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat gestern die Frühwarnstufe im „Notfallplan Gas“ ausgerufen. Das bedeutet nicht, dass bereits jetzt Versorgungslücken drohen. Aber es zeigt, wie ernst die Lage ist. Es gibt unseren Behörden die Möglichkeit, sich besser vorzubereiten. Vor allem aber ist es ein weiterer Beweis dafür, wie dringend wir raus müssen aus den fossilen Energien. Zugleich müssen wir Energie einsparen, wo wir nur können. Hier findest Du eine Zusammenfassung der Maßnahmen der Regierung - und drei Dinge, die Du tun kannst, um mitzuhelfen.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.