Heide Schinowsky

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Umdenken bei der Bahn: Neuinvestitionen am Standort Cottbus angekündigt. Bahnwerk soll „nachhaltig zukunftsorientiert aufgestellt werden“

Die Deutsche Bahn plant Investitionen und eine Neuausrichtung am Standort Cottbus. Das Bahnwerk soll nun „nachhaltig zukunftsorientiert aufgestellt werden“, kündigte der Konzernbevollmächtigte für die Region Ost Dr.-lng. Joachim Trettin an. Zuvor hatten sich die Bundestagsabgeordneten der Bündnisgrünen Annalena Baerbock und Stephan Kühn beim Bahnvorstand und Vorsitzenden der „Kohlekommission“ Ronald Pofalla für einen Erhalt des wichtigen Arbeitgebers in der Region stark gemacht. Noch im Sommer war von einer erheblichen Reduzierung der Arbeitsplätze in Cottbus die Rede.

Im Fahrzeuginstandhaltungswerkes Cottbus soll demnach mit dem Bau einer neuen Produktionshalle in die Zukunft des Standorts investiert werden. Die Bahn wolle sich in Cottbus auf Diesel und Hybridloks fokussieren. Entscheidend dabei sei der Erfolg bei der Entwicklung einer Hybridlösung für dieselhydraulische Bestandsfahrzeuge, teilte Trettin mit. Aktuell werden dafür zwei Prototypen entwickelt. Nach erfolgreichem Projektabschluss werde dann eine Ausschreibung des Projektes mit einer Größenordnung von bis zu 280 umzubauenden Lokomotiven erfolgen, so der Konzernbevollmächtigte im Auftrag von Pofalla.

Die Bündnisgrünen zeigen sich vorsichtig optimistisch: „Das klare Bekenntnis zu Cottbus und eine nachhaltige zukunftsorientierte Aufstellung des Bahnwerkes sind ein guter Anfang und ein wichtiges Signal für die Lausitz“, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der bündnisgrüne Landtagsfraktion Heide Schinowsky. Seit Jahren kämpfen die Grünen auf allen Ebenen für den Erhalt und Ausbau des Bahnwerkes. Erst im November dieses Jahres konnte Schinowsky mit einem Antrag zur Stärkung des Cottbuser Bahnwerkes den Landtag hinter sich vereinen. „Wir hoffen, dass die Reduzierung von Arbeitsplätzen damit endgültig vom Tisch ist“, sagt Schinowsky.

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17. Juni 2019

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