Heide Schinowsky

Heide spricht auf der Demo COTTBUS NAZIFREI
„Modernisierung der Fernwärmeversorgung. Eine Chance für Cottbus?“

Kupfer-Vorkommen in der Lausitz: Förderbeginn wird sich noch Jahre hinziehen

Die Förderung von Kupfer in der Lausitz ist auch weiterhin nicht in Sicht. Das bestätigte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky (Bündnis 90/Die Grünen). "Nach den hohen Erwartungen vor über acht Jahren zum 'Schatz in der Lausitz' setzt nun Ernüchterung ein. Wenn überhaupt gefördert werden soll, wird sich das Vorhaben noch Jahre hinziehen", sagt die bergbaupolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Heide Schinowsky. Unter der Erde bei Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) sollen etwa 1,9 Millionen Tonnen Kupfer lagern. Deren Ausbeutung sicherte sich der internationale Bergbaukonzern MINERIA S.A. im Jahr 2010. Die KSL (Kupferschiefer Lausitz GmbH) - eine Tochter der MINERIA S.A. - hatte das Vorhaben zwar im Jahr 2014 gestoppt, besitzt aber nach wie vor eine Bewilligung zur Gewinnung der Kupferlagerstätte sowohl auf brandenburgischer als auch auf sächsischer Seite. Die MINERA S.A. sei weiterhin bemüht, finanzkräftige Investoren für das Projekt zu gewinnen, erklärte Minister Gerber. Unabhängig vom Erfolg bei der Investorensuche werde das Vorhaben vom Konzern weiterverfolgt, bestätigte das Brandenburger Wirtschaftsministerium.

So wurde im Jahr 2017 von der KSL ein Antrag auf ein Raumordnungsverfahrens eingereicht. Aus Sicht der Landesplanung war dieser jedoch nicht vollständig und muss weiterqualifiziert werden. Zur Nachreichung dieser Antragsergänzung gab es eine Besprechungsrunde Anfang 2018 mit dem Antragsteller und der Gemeinsamen Landesplanung (GL) im Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR). "Nach Durchführung eines Raumordnungsverfahrens mit entsprechend positiver landesplanerisch er Beurteilung wäre ein bergrechtliches Planfeststellungsverfahren beim LBGR zu führen, was sicherlich aufgrund der Komplexität mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde", gab Minister Gerber zu bedenken.Grundsätzlich stehen die Brandenburger Bündnisgrünen der Förderung von Kupfer in der Lausitz offen gegenüber. "Im Gegensatz zur Energieversorgung, wo z. B. Braunkohle durch Erneuerbare Energieträger ersetzt werden kann, werden Rohstoffe wie Kupfer auch weiterhin gebraucht." Umweltprobleme zu exportieren sei jedoch keine Lösung: "Heute werden Bodenschätze weltweit oft ohne Fragen zu ihrer Herkunft und den hiermit verbundenen Umwelt- und Menschenrechtsproblemen importiert. Beim Abbau in Deutschland besteht hingegen die Möglichkeit, die Einhaltung von hohen Sozial- und Umweltstandards durchzusetzen", sagt Heide Schinowsky. Solche Standards müssten laut den Bündnisgrünen auch für die Kupferförderung festgelegt werden. "Vor der Genehmigung muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung und öffentlicher Diskussion stattgefunden haben. Zudem müssen die Gelder für den Rückbau und zur Rekultivierung schon vor Beginn des Abbaus zugriffssicher hinterlegt und verbürgt werden", fordert Schinowsky.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Cottbus & Spree-Neiße Wirtschaft Kupfer-Vorkommen in der Lausitz: Förderbeginn wird sich noch Jahre hinziehen

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Mercosur kommt – Abstimmung zur rechtlichen Prüfung trotzdem falsches Signal
    Das Europäische Parlament hat den Mercosur-Vertrag zur rechtlichen Prüfung dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt. Das ist das falsche außenpolitische Signal. Die Geschlossenheit und Verlässlichkeit Europas ist in Zeiten einer schwierigen weltpolitischen Lage und Donald Trumps Zollpolitik unerlässlich.
  • Wir haben es satt: Schwarz-Rot macht Politik für Agrarkonzerne
    Die Verlierer der Landwirtschaftspolitik von Agrarminister Alois Rainer sind kleinere Landwirtschaftsbetriebe, aber auch wir als Verbraucher*innen, die Umwelt und die Tiere in der Landwirtschaft. Internationale Agrarkonzerne und große Handelsketten profitieren. Das geht in die komplett falsche Richtung: Wir fordern: Ein Stopp der Preistreiberei im Lebensmittelhandel, faire Preise für Bäuerinnen und Bauern und gutes, bezahlbares und gesundes Essen für alle.
  • Baden-Württemberg: Stabil in bewegten Zeiten
    Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Als Nachfolger von Winfried Kretschmann als Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg geht für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Cem Özdemir ins Rennen. Baden-Württemberg ist eine der lebenswertesten Regionen der Welt und das soll so bleiben. Klimaschutz, Wohlstand und Bildung stehen hierbei für uns im Fokus.
  • Angriff auf Venezuela: Erneuerbare Energien machen die Welt sicherer
    Was in Venezuela passiert, zeigt: Die noch immer weltweit hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist ein globales Sicherheitsrisiko. Über den Klimaschutz hinaus sind die Energiewende und der massive Ausbau von Green-Tech-Lösungen längst zu einer sicherheitspolitischen Frage für uns in Deutschland als recht rohstoffarmes Land geworden. Eine Politik, die gezielt auf europäische Souveränität setzt, würde für mehr Energiesicherheit sorgen, unsere fossile Abhängigkeit von den USA lösen und für mehr Wertschöpfung innerhalb der Europäischen Union sorgen.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN