Heide Schinowsky

„Modernisierung der Fernwärmeversorgung. Eine Chance für Cottbus?“
Heide spricht auf der Demo COTTBUS NAZIFREI

Brandenburger Frauenwoche: Was geht mich der Klimawandel an? Bündnisgrüne luden ein zum klimapolitischen Frauentalk

Im Rahmen der 28. Brandenburgischen Frauenwoche hatte der Kreisverband Potsdam-Mittelmark von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Montag, den 12. März 2018 nach Borkheide zu einem klimapolitischen Frauentalk eingeladen. Zusammen mit Heide Schinowsky, energiepolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Brandenburg, sollte Fragen zum Klimaschutz und der persönlichen Betroffenheit nachgegangen werden. Elke Seidel, Vorsitzende der bündnisgrünen Kreistagsfraktion Potsdam-Mittelmark und Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes, erläuterte zu Beginn, dass die Idee zu dieser Veranstaltung im Rahmen eines Gesprächs der Frauen des Kreistags Potsdam-Mittelmark mit der Landesgleichstellungsbeauftragten Monika von der Lippe entstanden war. Heide Schinowsky gab zunächst eine kurze Einführung in das Thema Klimawandel und Energiepolitik. Darin stellte sie u. a. sehr plastisch dar, welche Auswirkungen der Klimawandel weltweit und auch in Brandenburg bereits jetzt schon hat - und in Zukunft noch verstärkt haben wird.

In Bangladesh sind beispielsweise Millionen Menschen heimatlos geworden, weil der um einen Meter angestiegene Meeresspiegel ihr Land überschwemmt hat. In Brandenburg wird laut Studien des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zukünftig die durchschnittliche Niederschlagsmenge weiter abnehmen, während auf der anderen Seite Hochwasserereignisse deutlich zunehmen werden. Umso wichtiger sei die Aufgabe, den menschgemachten Klimawandel zu begrenzen - und sich den Problemen, die es bei der Umsetzung der Energiewende gibt, zu stellen. Die Senkung des CO2-Ausstoß sei Gebot der Stunde; deshalb müsse dringend ein Kohleausstiegs-Fahrplan festgelegt werden. Heide Schinowsky betonte die Vorbildfunktion, die Deutschland international bei der Einhaltung der Klimaziele innehabe - und wie verheerend deswegen die laxe Haltung der Bundes- und Landesregierung dazu sei. Die Frage aus dem Publikum nach der Versorgungssicherheit bei einem Ausstieg aus der Kohle beantwortete sie u. a. auch mit erheblichen Gaskapazitäten, die aktuell ungenutzt blieben, weil das Gas von der billigeren Kohle vom Markt verdrängt werde - diese Kapazitäten könnten theoretisch die gesamten Kohlekapazitäten in Deutschland ersetzen. Auch wenn das Erdgas ebenso wie Kohle ein fossiler Energieträger sei, so sei die Klimabilanz dennoch wesentlich günstiger. Letztlich könne man aber davon ausgehen, dass in einem technisch derart hoch entwickelten Land wie Deutschland die technischen Probleme, die es zur Zeit im Zusammenhang mit der Energiewende noch gibt, auch gelöst werden können. Frau Zeidler aus Borkheide wies in der Diskussion darauf hin, dass dem Klimawandel auch in anderen Bereichen viel stärker entgegengewirkt werden müsse - es sei nicht zu verstehen, dass die Autobahn auf acht Spuren erweitert und der Flugverkehr erheblich subventioniert wird, während gleichzeitig die Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr immer teurer würden. Schließlich drehte sich die Diskussion auch um die Frage der Landnutzung - und wie die ursprünglich energiepolitisch gut gemeinte Förderung von Biogasanlagen dazu geführt hat, dass der Mais als Ackerfrucht die Landschaft inzwischen weitgehend dominiere. In diesem Zusammenhang wies Elke Seidel darauf hin, dass grundsätzlich eine andere Form der Landnutzung nötig sei - mit einer sehr viel kleinteiligeren Bewirtschaftung und einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Nicht zuletzt kamen aus dem Publikum viele Fragen zu den aktuell enormen Holzeinschlägen in Brandenburger Wäldern - die nach Meinung vieler Teilnehmer*innen der Veranstaltung in krassem Gegensatz zu einer nachhaltigen Klimapolitik stünden. Als Dankeschön für ihr Kommen bekam Heide Schinowsky am Ende eine kleine Nachtlampe für ihre zweijährige Tochter geschenkt, die Heribert Heyden aus Borkwalde im Rahmen seines persönlichen Recyclingprojektes gebaut hatte - dabei nutzt er ausgediente Glühlampen, in die er kleine LED-Lampen einsetzt und sie auf diese Weise einer Zweitnutzung zuführt.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Cottbus & Spree-Neiße Umwelt Brandenburger Frauenwoche: Was geht mich der Klimawandel an? Bündnisgrüne luden ein zum klimapolitischen Frauentalk

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Mercosur kommt – Abstimmung zur rechtlichen Prüfung trotzdem falsches Signal
    Das Europäische Parlament hat den Mercosur-Vertrag zur rechtlichen Prüfung dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt. Das ist das falsche außenpolitische Signal. Die Geschlossenheit und Verlässlichkeit Europas ist in Zeiten einer schwierigen weltpolitischen Lage und Donald Trumps Zollpolitik unerlässlich.
  • Wir haben es satt: Schwarz-Rot macht Politik für Agrarkonzerne
    Die Verlierer der Landwirtschaftspolitik von Agrarminister Alois Rainer sind kleinere Landwirtschaftsbetriebe, aber auch wir als Verbraucher*innen, die Umwelt und die Tiere in der Landwirtschaft. Internationale Agrarkonzerne und große Handelsketten profitieren. Das geht in die komplett falsche Richtung: Wir fordern: Ein Stopp der Preistreiberei im Lebensmittelhandel, faire Preise für Bäuerinnen und Bauern und gutes, bezahlbares und gesundes Essen für alle.
  • Baden-Württemberg: Stabil in bewegten Zeiten
    Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Als Nachfolger von Winfried Kretschmann als Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg geht für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Cem Özdemir ins Rennen. Baden-Württemberg ist eine der lebenswertesten Regionen der Welt und das soll so bleiben. Klimaschutz, Wohlstand und Bildung stehen hierbei für uns im Fokus.
  • Angriff auf Venezuela: Erneuerbare Energien machen die Welt sicherer
    Was in Venezuela passiert, zeigt: Die noch immer weltweit hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist ein globales Sicherheitsrisiko. Über den Klimaschutz hinaus sind die Energiewende und der massive Ausbau von Green-Tech-Lösungen längst zu einer sicherheitspolitischen Frage für uns in Deutschland als recht rohstoffarmes Land geworden. Eine Politik, die gezielt auf europäische Souveränität setzt, würde für mehr Energiesicherheit sorgen, unsere fossile Abhängigkeit von den USA lösen und für mehr Wertschöpfung innerhalb der Europäischen Union sorgen.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.