Heide Schinowsky

Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel

Eisenockerbelastung der Talsperre Spremberg: Minister Vogelsänger muss endlich Konzepte vorlegen

Die bündnigsrünen Lausitzer Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke und Heide Schinowsky zeigten sich enttäuscht vom heutigen Besuch des Umweltministers Jörg Vogelsänger (SPD) an der Talsperre Spremberg: „Der Minister hat immer noch kein Konzept zur Beräumung der Hauptsperre vorgelegt“, kritisiert der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Benjamin Raschke. Auch ist immer noch vollkommen unklar, wo der ausgebaggerte Eisenhydroxidschlamm (EHS) endgültig deponiert werden soll: „Wir erwarten Antworten und keine wohlmeinenden Besuche ohne Substanz in Zeiten des Wahlkampfes.  Minister Vogelsänger sollte endlich seine Hausaufgaben machen“, sagte Raschke.  In diesem Sommer ist die Eisenkonzentrationen im Ablauf der Vorsperre wieder angestiegen, so dass Konditionierungsanlagen wieder angefahren werden und ab dem 16. August 2017 der Regelbetrieb der Wasserbehandlung erfolgt, teilte der bundeseigene Bergbausanierer LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) mit.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Eisenhydroxids an der Vorsperre gingen zwar in die die richtige Richtung aber immer noch werde das Problem der Ablagerung von EHS in der Hauptsperre ausgeblendet, so Raschke. Ein Teil des Eisenockerschlamms bleibt in der Hauptsperre und setzt diese zu. Früher oder später muss daher die gesamte Talsperre beräumt werden. „Ich erwarte, dass die Landesregierung hierzu endlich einen Plan vorlegt“, fordert der Umweltpolitiker. Dazu gehöre auch die viel häufigere Beräumung der Vorsperre, um die Hauptsperre entlasten. Der bisherige Beräumungszyklus von 10 Jahren reiche nicht mehr aus.

Grundsätzlich müsse man auch an die Ursache der Verockerung heran, sagte die bergbaupolitische Sprecherin der Fraktion Heide Schinowsky: „Stillgelegte wie aktive Tagebaue tragen zu einer weiteren Verockerung bei. Es ist ein absoluter Widerspruch, wenn einerseits Millionen Euro aus Steuermitteln zur Eindämmung des Eisenhydroxids als Folge des jahrzehntelangen Braunkohletagebaus in der Lausitz aufgebracht werden. Andererseits unterstützt Wirtschaftsminister  Albrecht Gerber (SPD) neue Tagebaue und will dafür sogar die Klimaziele des Landes Brandenburgs über den Haufen werfen“ kritisiert Schinowsky: „Der klimaschädliche Strom aus der Braunkohle wird jedoch immer weniger gebraucht. “.

Hintergrund

Die Talsperre Spremberg dient mit Vor- und Hauptsperre als Absetzbecken bzw. Flusskläranlage für Eisenockerschlamm. Die Fließgeschwindigkeit der Spree verringert sich und Eisenhydroxid setzt sich als Schlamm (EHS) in der Vorsperre Bülow, aber auch in der Hauptsperre ab. Zudem sei noch unklar, wie viele Jahre die Hauptsperre den Eisenhydroxidschlamm ohne Ausbaggerung unter Beibehaltung der Rückhaltefunktion bei Hochwasser aufnehmen könne, erklärte die Landesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Dezember 2016. Bei einem HQ25, also einem Hochwasser, das im Schnitt alle 25 Jahre auftritt, bestehe zwar keine Gefahr, dass Eisenockerschlamm aus der Talsperre in den Spreewald gespült wird. Für ein HQ100, also ein  Jahrhunderthochwasser gibt es jedoch keine Daten.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braune Spree Eisenockerbelastung der Talsperre Spremberg: Minister Vogelsänger muss endlich Konzepte vorlegen

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN