Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Bündnisgrüne in Prag: Investition in Brandenburgs Braunkohlesparte ist „Hochrisiko-Geschäft“

cez-7853Unterstützt von den bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky (Brandenburg) und Dr. Gerd Lippold (Sachsen) haben Lausitzer Initiativen heute in Prag vor der Zentrale des halbstaatlichen Energiekonzerns CEZ gegen den Kauf von Vattenfalls Braunkohlesparte protestiert. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verkaufen“ forderten die Lausitzer potenzielle Käufer auf, nicht in neue Tagebaue zu investieren. Mehreren tausend Menschen drohen in Brandenburg Enteignung und Abbaggerung, sollten die neuen Tagebaue kommen – eine Praxis, die in Tschechien untersagt ist. Bislang haben neben CEZ auch die tschechischen Konzerne Czech Coal - Vršanská uhelná und EPH ihr Interesse an der Lausitzer Kohlesparte bekundet. Während Vattenfall auf einen Erlös von 2 Milliarden Euro hofft, gehen Branchenexperten von einem deutlich geringeren Kapitalwert aus. Ein aktuelles Gutachten des Marktspezialisten Energy Brainpool kommt zu dem Schluss, dass das heutige Braunkohlegeschäft von Vattenfall schon ab 2022 keinerlei positiven Deckungsbeitrag mehr abwerfen könnte. Der Barwert und damit Kaufpreis für die Vattenfall-Sparte liege deshalb bei Berücksichtigung der Klimaschutz-Erfordernisse heute bestenfalls bei 500 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund sprechen die Bündnisgrünen bei der Investition in die Lausitzer Kohlesparte von einem „Hochrisiko-Geschäft“.

„Der Braunkohlestrom wird aufgrund der Energiewende immer weniger gebraucht, und die Gesellschaft ist nicht mehr gewillt, die Millionen Euro an Folgekosten des Kohleabbaus zu tragen. Zudem ist Braunkohle der klimaschädlichste Energieträger“, sagte Dr. Gerd Lippold. Die energiepolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag Heide Schinowsky gab zu bedenken, dass potenzielle Käufer sich darauf einstellen müssten, dass Landes- und Bundespolitik in Deutschland die Rahmenbedingungen für die Kohleverstromung weiter einschränken werden. „Auf Bundesebene besteht das Ziel, den Braunkohlestrom aus Gründen des Klimaschutzes weiter zu reduzieren. Zudem gibt es in mehreren Bundesländern Bestrebungen, die Bergbaubetreiber verstärkt an den Kosten für die Folgen des Braunkohleabbaus zu beteiligen“, sagte Schinowsky. Da in Berlin das Trinkwasser durch den Braunkohleabbau in der Lausitz bedroht ist, kommt aus der Bundeshauptstadt zunehmend stärker die Forderung, den Bergbaubetreiber rechtlich zur Reduzierung des Sulfateintrags und somit zu entsprechend kostenintensiven Maßnahmen zu verpflichten.- Das Schwefelsalz Sulfat wird durch den Abbau der Kohle ausgeschwemmt und gelangt über die Spree bis nach Berlin.- Ein entsprechender Antrag wurde unlängst in das Berliner Landesparlament eingebracht. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen sprechen sich die dortigen Grünen – die an der Landesregierung beteiligt sind – für die Schaffung einer Stiftung aus, in der die Rückstellungen des Konzerns RWE für die Beseitigung der Kohleabbau-Schäden auch im Konkursfall gesichert wären. Dieses Vorhaben wird auch von den Grünen in Brandenburg und Sachsen, sowie den in Ostdeutschland stark vertretenen LINKEN unterstützt. …………………….. Download Studie Energy Brainpool (engl.) http://www.energybrainpool.com/fileadmin/download/Studien/2015-10-20_Greenpeace_Study_on_Lignite_Power_Plants_EnergyBrainpool.pdf

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braunkohle Bündnisgrüne in Prag: Investition in Brandenburgs Braunkohlesparte ist „Hochrisiko-Geschäft“

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN