Heide Schinowsky

Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

Landesentwicklungsplan: SPD-geführte Landesregierungen rollen Braunkohle-Käufer den roten Teppich aus

sprengung_cbn-1639Am heutigen Freitag wollen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller auf der Landesplanungskonferenz über den neuen gemeinsamen Landesentwicklungsplan beraten. Entwürfen zufolge soll darin auch die Flächensicherung für die Gewinnung von Braunkohle fortgeschrieben werden. Dazu sagen die beiden energiepolitischen Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im brandenburgischen Landtag und in der Berliner Abgeordnetenhausfraktion Heide Schinowsky und Michael Schäfer:

Heide Schinowsky: ,,Im Landesentwicklungsplan den Aufschluss neuer Tagebaue zu ermöglichen, wäre ein Anachronismus sondergleichen. Es ist Konsens des Pariser Klimagipfels, den klimabedingten Temperaturanstieg auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Bundesregierung hat mitunterzeichnet und arbeitet gerade an einem Klimaschutzplan, der unter anderem den Weg aus der Braunkohle heraus beschreiben soll. `Die Flächensicherung für die Gewinnung von Braunkohle´ im Landesentwicklungsplan fortzuschreiben, wie es Berlin und Brandenburg gerade planen, ist damit unvereinbar. Die besonders klimaschädliche Braunkohleverstromung ist eine auslaufende Technologie, die Notwendigkeit den Strukturwandel in der Lausitz von staatlicher Seite abzufedern, klar absehbar. Die Landespolitik muss hierfür endlich Pläne auf den Weg bringen. Statt dem designierten Vattenfall-Käufer EPH planungsrechtlich den roten Teppich auszurollen, sollten Woidke und Müller endlich aufhören, den Menschen vorzugaukeln, die Braunkohleverstromung könnte ewig weiter gehen. Klar ist auch, dass ein solcher Plan, wie bei der Steinkohle, nur mit finanzieller Unterstützung des Bundes gelingen wird." Michael Schäfer: ,,Berlin und Brandenburg haben eine gemeinsame Energiezukunft. Die Erschließung der Braunkohletagebaugebiete Welzow-Süd-II und Jänschwalde-Nord kann kein Teil dieser gemeinsamen Zukunft sein. Allein bei der Erweiterung des Tagebaus Welzow Süd geht es um 200 Millionen Tonnen Braunkohle, die, wenn sie verbrannt werden, zehn Mal so viel CO2 erzeugen, wie ganz Berlin in einem Jahr. Die Gewinnung und Nutzung der Braunkohleressourcen muss deshalb endlich als Ziel aus dem gemeinsamen Landesentwicklungsplan gestrichen werden. Das Festhalten an der Braunkohle behindert die Entwicklung einer innovativen Energiewendewirtschaft in unserer Region. Dort wo weiterhin fossile Großkraftwerke dominieren, wird kein Raum frei für die smarte und erneuerbare Entwicklung der Netze und der Energieproduktion. Wir wollen, dass Berlin und Brandenburg wirtschaftliche Kraft aus der Energiewende schöpfen, statt auf einen Brennstoff von gestern zu setzen."

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braunkohle Landesentwicklungsplan: SPD-geführte Landesregierungen rollen Braunkohle-Käufer den roten Teppich aus

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.