Heide Schinowsky

Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

Strukturwandel durch Kohleausstieg: Bündnisgrüne drängen auf Unterstützung durch die EU

www.ideengrün.de | markus pichlmaierBündnisgrüne in der Lausitz, im Land Brandenburg und der EU fordern ein verstärktes Engagement von der Europäischen Gemeinschaft beim Ausstieg aus der Braunkohle.  Der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße Wolfgang Renner machte in Gesprächen mit der Europapolitikerin Ska Keller deutlich, dass die Lausitz beim anstehenden Strukturwandel für die Zeit nach der Braunkohle Unterstützung der Europäischen Union erhofft. Derzeit gibt es keine gesonderte Förderung des Strukturwandels von Braunkohleregionen in Europa.

„Wenn die EU-Kommission die Klimabeschlüsse von Paris ernst nimmt, muss sie den Menschen in den Braunkohleregion Alternativen ermöglichen“, sagte Ska Keller. „Braunkohle-Kraftwerke gehören zu den klimaschädlichsten Kraftwerken in der Europäischen Union, und der Abbau von Braunkohle führt zu extremen und langfristigen Schäden an der Umwelt, der Vegetation und den Gewässern in den Abbaugebieten“, kritisierte die Abgeordnete im EU-Parlament. Derzeit werden in neun Ländern der EU über 91 Millionen Tonnen RÖE (Millionen Tonnen Rohöleinheiten) Braunkohle und Torf gefördert. Auf Einladung Ihres Fraktionskollegen Reinhard Bütikofer und des Umweltverbandes WWF diskutieren kommende Woche Lausitzer und polnische Tagebaubetroffene im Brüsseler EU-Parlament über die Auswirkungen der Braunkohleförderung und Lösungsmöglichkeiten. Auch die Landtagsgrünen drängen auf eine Unterstützung des Strukturwandel durch die EU: „Über die Ergebnisse der Brüssel-Reise des Landeskabinetts im Februar hat die rot-rote Regierung bisher keine Angaben gemacht“, kritisiert die wirtschaftspolitische Sprecherin der Bündnisgrünen Heide Schinowsky. Ihre Fraktion werde deshalb für die nächste Sitzung des Wirtschaftsausschusses einen entsprechenden Bericht von Minister Albrecht Gerber (SPD) beantragen. Minister Görke hatte im Vorfeld der Reise verlautbart, die Regierung wolle sich für Finanzmittel aus Brüssel einsetzen. „Der Kohleausstieg ist bereits im vollen Gange. Das hat bereits die Lausitzer Wirtschaft erkannt“, sagte Renner: Erst in der letzten Woche forderte der neue Geschäftsführer der Innovationsregion GmbH Dr. Hans Rüdiger Lange, dass man sich in dieser Sache „ehrlich machen“ müsse. „Jetzt gilt es den sozialverträglichen Strukturwandel zu meistern“, so Renner.


Eine Anfrage von Keller an die EU-Kommission hatte ergeben, dass in Europa derzeit über 91 Millionen Tonnen RÖE (Millionen Tonnen Rohöleinheiten) Braunkohle und Torf gefördert werden, heißt es in der Antwort von EU-Energiekommissar Arias Cañete.  Neben Deutschland wird auch in den östlichen und südöstlichen EU-Mitgliedstaaten Braunkohle abgebaut (Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn).

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Strukturwandel durch Kohleausstieg: Bündnisgrüne drängen auf Unterstützung durch die EU

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.