Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Für eine Reform des Bergrechts und Einführung einer Förderabgabe für Erdöl und Erdgas

 Pressemitteilung  

SH-Energiewendeminister Habeck in Beeskow

Führende Bündnisgrüne aus Brandenburg forderten anlässlich des Besuches des schleswig-holsteinischen Energiewendeministers Robert Habeck am Mittwoch in Beeskow die Einführung einer Förderabgabe auf fossile Rohstoffe und ein bürger- und umweltfreundliches Bergrecht. Habeck berichtete im Beeskower Rathaus über seinen aktuellen Vorstoß zur Reform des Bundesbergrechts. An dem Treffen nahmen der Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen und Direktkandidat im Wahlkreis 26 Benjamin Raschke, die Landtagsabgeordnete Sabine Niels, die Direktkandidatin im Wahlkreis 43 Heide Schinowsky, sowie Vertreter der Beeskower Bürgerinitiative „CO2 Endlager stoppen – Umwelt schützen e.V.“, der Vorsitzende des Stadtparlamentes Siegfried Busse und der Beeskower Bürgermeister Frank Steffen teil.

„Ein modernes Bergrecht muss neben der Rohstoffgewinnung auch dem Umweltschutz sowie der Beteiligung der Öffentlichkeit Rechnung tragen“, erklärte Habeck. Schleswig-Holstein will über eine Reform des Bergbaurechts ein bundesweites Verbot der umstrittenen Fracking-Methode erreichen. Ein entsprechender Antrag wurde bereits vor der Sommerpause in den Bundesrat eingebracht. Die Länderkammer wird ab September mit den Beratungen beginnen. Eine Entscheidung könnte schon im Oktober fallen. Mit der sogenannten Rohstoffsicherungsklausel im Bundesberggesetz wird der Versorgung mit Rohstoffen ein Vorrang gegenüber anderen übergeordneten Interessen des Gemeinwohls gewährt. Mit dieser Formulierung ist derzeit auch das „Fracking“ ohne Auflagen gestattet, berichtete Habeck. „Brandenburg muss diesem Vorschlag zustimmen“, forderte der Brandenburger Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Benjamin Raschke. „Wir brauchen dringend die Reform. Rohstoffförderung zu Lasten der Umwelt und der kommenden Generationen darf es in der derzeitigen Form nicht mehr geben“, sagte Heide Schinowsky. Die Landtagsabgeordnete Sabine Niels machte zudem darauf aufmerksam, dass Firmen die Fracking einsetzen wollen, derzeit nicht die Öffentlichkeit beteiligen oder sogar auch nur informieren müssen. Für die Bündnisgrünen besteht hier eine eklatante Regulierungslücke. Die Landtagsfraktion der Bündnisgrünen stellt daher in regelmäßigen Abständen parlamentarische Anfragen um wenigstens etwas Transparenz herzustellen. Bei einem anschließenden Besuch des Bohrplatzes berichtete Ute Lein von der Bürgerinitiative „CO2 Endlager stoppen – Umwelt schützen e.V.“: Ob in Schneeberg bei Beeskow Erdgas gefördert werden soll, will das Unternehmen Bayerngas nach Abschluss der Testbohrungen im Oktober 2014 bekanntgeben. Eine Reform des Bergrechts würde die Bürgerinitiative ausdrücklich begrüßen, obwohl der Einsatz  „Fracking“ laut Unternehmensangaben nicht zum Einsatz kommen soll. Dennoch haben die Bürger vor Ort Sorge, dass möglicherweise Gefahren für die Umwelt auch durch herkömmliche Erdgasförderung bestehen, so Lein. Am 4. September führt die Bürgerinitiative zu der geplanten Erdgasförderung in der Beeskower Bibliothek eine Podiumsdiskussion durch. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern werden derzeit in Brandenburg Rohstoffe wie Erdgas und Erdöl den Konzernen quasi geschenkt, da vom Land keine Förderabgabe erhoben wird. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die LINKE) hat eine Befreiung von der gesetzlichen Förderabgabe erst zum Beginn der Legislatur bis Ende 2015 verlängert, sagte Sabine Niels. In Schleswig-Holstein müssen Konzerne 18 Prozent auf Erdgas und 21 Prozent auf Erdöl zahlen, entgegnete Habeck. Die Bündnisgrünen wollen sich dafür einsetzen, dass die Allgemeinheit endlich auch von der Ausbeutung fossiler Rohstoffe unter märkischem Sand profitiert und der Gewinn nicht nur bei den Konzernen verbleibt, kündigte Schinowsky an. „Wenn man sich das Projekt von Bayerngas ansieht, sind die zu erwartenden Summen kein Pappenstiel“, so Niels. Unter Beeskow werden etwa 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas vermutet. Nach derzeitigem Marktpreis für Erdgas könnte Brandenburg etwa 200 Millionen Euro einnehmen, wenn man denn eine Förderabgabe von 20 Prozent ansetzt. „Es gibt nach unserer Meinung keinen Grund für eine weitere Befreiung. Es kann nicht sein, dass wir in Brandenburg leer ausgehen“, so Niels.  Internationale Konzerne haben sich aktuell 18 Felder zur Erdöl-/ Erdgasförderung gesichert, die von Rüdersdorf über Fürstenwalde bis in die Lausitz reichen, wie eine parlamentarische Anfrage ergab.   ………………. Download: Kleine Anfrage zur Förderung fossiler Rohstoffe https://www.gruene-fraktion-brandenburg.de/im-parlament/kleine-anfragen/verwendung-von-technologien-zur-erdoel-erdgasfoerderung-in-brandenburg/ Bilder können kostenfrei unter Angabe der Quelle: „ideengruen.de“ verwendet werden (300 dpi) Vor dem Bohrturm bei Beeskow http://www.sabine-niels.de/images/pressebilder/bohrplatz_beeskow.jpg Delegation vor dem Rathaus in Beeskow http://www.sabine-niels.de/images/pressebilder/delegation_beeskow_rathaus.jpg    

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Erdgas Für eine Reform des Bergrechts und Einführung einer Förderabgabe für Erdöl und Erdgas

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.