Heide Schinowsky

Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Gemeinsame Erklärung: Europa und Polen müssen die negativen Auswirkungen von Turów stoppen und Wasser-und Klimagerechtigkeit bringen

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDie unterzeichnenden NGO‘s, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Mitglieder des Parlaments und lokale Behörden fordern die Europäische Kommission, die Internationale Kommission zum Schutz der Odra und die polnische Regierung nachdrücklich auf, die grenzüberschreitende Wassergewinnung der Turów-Mine zu stoppen und die Menschen vor der Zerstörung durch die Kohleförderung zu schützen. An der polnischen Grenze zur Tschechischen Republik und zu Deutschland schmälert die Braunkohlemine Turów die Wasserressourcen und hinterlässt ganze trockene Dörfer. Die Mine wird derzeit im Rahmen einer sechsjährigen Verlängerung der Bergbaulizenz betrieben, die ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt wurde. Seit Mai 2020 arbeitet die Mine daher illegal. Das polnische Staatsunternehmen PGE droht, die Mine zu erweitern und ihren Betrieb bis 2044 neu zu lizenzieren. In diesem Fall könnten Tausende von Menschen in einer globalen Gesundheits-und Klimakrise und bei einem offensichtlichen Verstoß gegen EU-Gesetze ihren Zugang zum Wasser verlieren. Die Erweiterung der Mine Turów ist nicht mit der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vereinbar, da dies zu einer unzulässigen Verschlechterung der Gewässer führen würde, sowie mit der Richtlinie über die Haftung für die Umwelt, der Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und der Richtlinie der strategischen Umweltprüfung (SEA) ).

EU-Gesetze sind vereinbart, um Menschen, Gemeinschaften und öffentliche Güter zu schützen, aber sie sind nutzlos, wenn sienicht durchgesetzt werden. Polen ist dafür verantwortlich, die EU-Gesetze in seinen nationalen Gebieten umzusetzen und sicherzustellen, dass sie eingehalten werden. Als „Hüter der Verträge“ muss die Europäische Kommission eingreifen, wenn die Rechte der Bürger verletzt werden, und die Regierungen der Mitgliedstaaten zur Rechenschaft ziehen. Das Projekt ist auch nicht mit Europas Ambitionen der Verhinderung von Umweltverschmutzung und Klimaneutralität vereinbar. Kohle ist eine Hauptquelle für giftige Luftverschmutzung sowie Treibhausgasemissionen, die zum Klimawandel beitragen. Wir können es uns nicht leisten, wie gewohnt weiterzumachen. Ein gerechter Übergang von Kohle zu erneuerbaren Energien ist nicht nur unvermeidlich, sondern auch dringend und notwendig, um eine größere Widerstandsfähigkeit in unseren Gesellschaften aufzubauen und der tschechisch-polnisch-deutschen Region der Neiße zu ermöglichen, gemeinsam auf eine sauberere und gerechtere Zukunft hinzuarbeiten.

Wir fordern die Regierung Polensauf, das EU-Recht zu respektieren, den Turów-Tagebaudaran zu hindern, Menschen und Natur Wasser zu entziehen, ehrgeizige Schritte zu unternehmen, um Kohle durch erneuerbare Energien zu ersetzen, und einen gerechten Übergang für die Arbeitnehmer in der Region zu gewährleisten. Wir fordern die Internationale Kommission zum Schutz der Oder vor Verschmutzungauf, den Bürgern der Tschechischen Republik, Deutschlands und Polens zuzuhören und den Braunkohlebergbau und insbesondere die Turów-Mine in die Liste der überregionalen Themen aufzunehmen, die von allen drei Länder koordiniert behandelt werden. Wir fordern die Europäische Kommission auf, unverzüglich ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die polnische Regierung wegen illegalen Bergbaus und Verstoßes gegen EU-Richtlinien in Turów einzuleiten und zu fordern, dass die polnische Regierung die EU-Gesetze einhält und den Ausbau des Tagebaus stoppt. Gemeinden an der Front der Turów-Mine leiden bereits unter Wassermangel sowie einem extrem hohen Partikelgehalt in der Luft, die sie atmen. Sie zahlen einen hohen Preis für die Gier von PGE. Sie können nicht länger warten.

Download: Joint statement: Europe and Poland must stop Turów’s negative impacts and bring water and climate justice

Unterzeichner

  • Rasmus Andresen, Member of the European Parliament
  • Margrete Auken, Member of the European Parliament
  • Michael Bloss, Member of the European Parliament
  • Anna Cavazzini, Member of he European Parliament
  • Cornelia Ernst, Member of the European Parliament
  • Martin Hojsík, Member of the European Parliament
  • Ska Keller, Member of European Parliament
  • Kateřina Konečná, Member of the European Parliament
  • Luděk Niedermayer, Member of the European Parliament
  • Niklas Nienaß, Member of the European Parliament
  • Janina Ochojska, Member of the European Parliament
  • Mikulas Peksa, Member of the European Parliament
  • Kira Marie Peter-Hansen, Member of the European Parliament
  • Stanislav Polčák, Member of the European Parliament
  • Sylwia Spurek, Member of the European Parliament
  • Róża Gräfin von Thun und Hohenstein, Member of the European Parliament
  • Tatjana Ždanoka, Member of the European Parliament
  • Tomas Zdechovsky, Member of the European Parliament
  • Tomasz Aniśko, Member of the Polish Parliament
  • Annalena Baerbock, Member of the German Parliament
  • Dana Balcarová, Member of the Czech Parliament
  • Michael Canov, Czech Senator
  • Jan Chvojka, Member of the Czech Parliament  
  • Jan Čižinský, Member of the Czech Parliament
  • Klaudia Jachira, Member of the Polish Parliament
  • Oliver Krischer, Member of the German Parliament
  • Stephan Kühn, Member of the German Parliament
  • Markéta Pekarová Adamová, Member of the Czech Parliament
  • Anita Sowińska, Member of the Polish Parliament
  • Franciszek Sterczewski, Member of the Polish Parliament
  • Małgorzata Tracz, Member of the Polish Parliament Urszula
  • Sara Zielińska, Member of the Polish Parliament
  • Petra Budke, Member of the Parliament of Brandenburg
  • Sahra Damus, Member of the Parliament of Brandenburg
  • Daniel Gerber, Member of the Saxony Parliament
  • Isabell Hiekel, Member of the Parliament of Brandenburg
  • Heiner Klemp, Member of the Parliament of Brandenburg
  • Clemens Rostock, Member of the Parliament of Brandenburg
  • Heide Schinowsky, Member of the Party Council, Greens Brandenburg
  • Franziska Schubert, Member of the Saxony Parliament
  • Martin Půta, President of the Liberec Region
  • Miloš Tita, Member of the Liberec Region Council
  • Andrzej Dąbek, Councilor of the Ślesin city council
  • Thomas Pilz, district principal councillor Görlitz
  • Ulrike Bach, executive of the IG Bauernhaus e.V.
  • Diana Lelonek - photographer and visual artist
  • Cecylia Malik - artist, performer, social educator, activist
  • Rafał Milach - photographer and visual artist
  • Europe Beyond Coal
  • European Environmental Bureau (EEB)
  • Fundacja “Rozwój TAK - Odkrywki NIE”
  • Greenpeace Czech Republic
  • Greenpeace Germany
  • Greenpeace Poland
  • Frank Bold
  • Alle Dörfer Bleiben
  • Calla - sdružení pro záchranu prostředí
  • Centrum pro dopravu a energetiku
  • Chebsko za klima
  • Coal Action Network
  • Děti Země
  • Doctors for future Czech Republic
  • Extinction Rebellion Czech Republic
  • Fundacja Ekologiczna „Zielona Akcja”
  • Fundacja Strefa Zieleni
  • Fundacja Zielone Światło
  • Global Energy Monitor
  • Grüne Liga
  • Hnutí DUHA
  • Institute for Sustainable Development
  • Instytut Energetyki Odnawialnej
  • Insure our Future
  • Kolektyw Siostry Rzeki
  • Konopa z.s.
  • Les Amis de la Terre France
  • Na mysli, z.ú.
  • Polish Green Party
  • Přátelé přírody Praha
  • Reclaim Finance
  • ReSet
  • Rodiče za klima Liberec
  • Síť ekologických poraden STEP
  • Společnost pro zvířata, ZO ČSOP
  • Stop tunelům, z.s., Ústí nad Labem
  • Stowarzyszenie Ab Ovo
  • Stowarzyszenie Ekologiczne EKO-UNIA
  • Stowarzyszenie Ekologiczno-Kulturalne "Wspólna Ziemia"
  • Stowarzyszenie"NIE DLA ODKRYWKI ZŁOCZEW
  • Stowarzyszenie “Nie Kopalni Odkrywkowej”
  • Stowarzyszenie Pracownia na Rzecz Wszystkich Istot
  • WeMove Europe
  • Zielone Wiadomości
  • ZO ČSOP Jaro Jaroměř
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Pressemitteilungen gruene.de

19. September 2020

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    Um der Corona-Pandemie entgegenzutreten, braucht es eine nationale, europäische und globale Kraftanstrengung: Wir brauchen Kooperation statt Konkurrenz, Gemeinsinn statt Egoismus, Solidarität statt nationales Denken.
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    Die Corona-Krise zeigt die dringende Notwendigkeit, eine Pandemiewirtschaft aufzubauen, die im Krisenfall die Versorgung mit lebensnotwendigen medizinischen Geräten und Sicherheitsausrüstung sicherstellt. Im grünen Autor*innenpapier werden konkrete Vorschläge gemacht, wie dies umgesetzt werden kann.
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    Die Situation auf den griechischen Inseln ist dramatisch, vor allem auf Lesbos. Jetzt braucht es eine abgestimmte europäische Reaktion, die Geflüchtete in Sicherheit bringt und für Ordnung vor Ort sorgt.

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