Heide Schinowsky

Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

Gerechtere Strompreise durch Angleichung der Netznutzungsentgelte

Warum halten sie die Angleichung der Netznutzungsentgelte für die beste Möglichkeit?

windraeder-6456Die von uns geforderte Vereinheitlichung der Netznutzungsentgelte ist eine Möglichkeit, für gerechtere Strompreise zu sorgen. Ein Blick auf Vergleichsportale zeigt: Die Stromkosten für Privathaushalte fallen bundesweit ganz unterschiedlich aus. Das liegt auch an den variierenden Netznutzungsentgelten, die die regionalen Netzbetreiber für den Bau und Betrieb der Netze auf die Herstellungskosten des Stroms aufschlagen. In dünn besiedelten Regionen mit wenigen Verbrauchern und langen Leitungen fallen diese Kosten besonders hoch aus. Stromkunden in dünner besiedelten Regionen wie beispielsweise in Ostdeutschland werden also überproportional belastet. Ein Brandenburger Haushalt zahlte 2014 im Durchschnitt 8,48 Cent pro Kilowattstunde allein für die Netze. Durch eine Vereinheitlichung würden diese Kosten bei uns um 2,18 Cent sinken.

Die bündnisgrünen Landesfraktionen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern möchten die Netznutzungsentgelte für Strom bundesweit angleichen. Wie sieht es mit den restlichen Landesfraktionen aus? In den ostdeutschen Bundesländern liegen die Strompreise für Privathaushalte aufgrund der hohen Netznutzungsentgelte im Spitzenfeld. Ein wesentlicher Grund dafür sind die Netznutzungentgelte. Klar, dass die ostdeutschen, bündnisgrünen Landtagsfraktionen hier ein vorrangiges Interesse haben, das Problem zu beheben. Aber auch die Bayern haben die Studie unterstützt. Auch dort tritt das Phänomen in bevölkerungsarmen Landstrichen auf und dort, wo die Netze - wie bei uns in Ostdeutschland - in jüngerer Zeit ausgebaut und modernisiert wurden. Es handelt sich hier also weniger um ein Ost-West Thema als um eine Ungleichheit zwischen Ballungsgebieten und ländlichen Regionen. Zudem werden im Moment Verteilnetzbetreiber, die nicht in ihre Netze investieren, belohnt. Hinzu kommt ein absurdes Sammelsurium von Ausnahmetatbeständen für Nutzer, die nur verminderte Netznutzungsentgelte zahlen müssen. Um diese Probleme abzustellen, halten wir eine Reform der Gesetzeslage für erforderlich.

Halten sie die Strompreise generell für angemessen?

Die Kosten sind ungerecht verteilt, das ist ein Problem. Das sieht man - abgesehen von den Netzentgelten - beispielsweise daran, dass viel zu viele Industriebetriebe von der EEG-Umlage befreit sind und die Privatkunden deren Anteil mitbezahlen müssen. Noch wird das Gros des Stroms fossil produziert, doch Kohle und Gas sind endlich und werden deshalb immer teurer. Auch deshalb ist es wichtig, auf erneuerbare Quellen wie die Windenergie umzuschwenken - die preiswerteste Form der Energieerzeugung. Die notwendigen Investitionen in die Energiewende sind auch deshalb gut angelegtes Geld. Vielen ist nicht bewusst: Der hohe Anteil an erneuerbaren Energien lässt die Preise an der Strombörse sinken! Doch nicht jeder Stromanbieter gibt das an seine Kunden weiter.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Energiepolitik Gerechtere Strompreise durch Angleichung der Netznutzungsentgelte

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN