Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Lausitz ist EU-Pilotregion für Strukturwandel. Bündnisgrüne Fraktion: Landesregierung soll Aufklärung über Mittel und Projekte geben

www.ideengrün.de | markus pichlmaier Wie am Rande einer Tagung der Europäischen Kohleplattform für Strukturwandel in Brüssel betont wurde, ist Brandenburg eine von zwanzig Pilotregionen in der EU, in denen der kohleausstiegsbedingte Strukturwandel besonders gefördert werden kann. Das geht auch aus einer Antwort der EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Crețu auf die Anfrage von Ska Keller, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im EU-Parlament, hervor. Ca. 20 Mrd. Euro stünden hierfür für alle europäischen Regionen bereit.

Erst Anfang März 2019 hatte sich Ministerpräsident Dietmar Woidke im Brandenburger Braunkohlenausschuss erneut dafür ausgesprochen, dass die Lausitz eine Modellregion in der EU werden müsse. Europaminister Minister Stefan Ludwig forderte in einem MOZ-Interview Ende März einen „eigenen Topf" für den Strukturwandel.

„Der Druck der Grünen im Europäischen Parlament zeigt Wirkung. Endlich unternimmt die Europäische Kommission erste konkrete Schritte und unterstützt den Wandel in den Kohleregionen Europas. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Regionen nicht alleine gelassen werden", sagte Ska Keller.

Wofür das Geld in Brandenburg verwendet wurde bzw. werden soll, ist der EU bisher nicht bekannt. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag will nun nachhaken und hat eine entsprechende Stellungnahme der Landesregierung für die Plenarsitzung am Mittwoch beantragt: „Anstatt permanent weiter nach Unterstützung zu rufen – die von Bundes- und EU-Ebene längst zugesagt ist – muss sich die Landesregierung endlich mit ganzer Kraft um die Umsetzung kümmern", sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Heide Schinowsky. „Der Strukturwandel in der Lausitz kann zudem nur gelingen, wenn Vorhaben offen diskutiert werden und die Menschen in der Region auch mitgestalten können. Voraussetzung hierfür ist Transparenz", sagte Schinowsky.

Hintergrund

Die „COAL REGIONS IN TRANSITION PLATFORM“ wurde durch die Europäische Kommission initiiert und am 11.12.2017 in Straßburg unter Beteiligung zahlreicher europäischer Kohle-Regionen gegründet. Die Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament begleitete den Gründungsprozess von Anfang an. Durch einen Antrag der grünen Fraktion wurde sichergestellt, dass Themen wie Strukturwandel und Wachstumsperspektiven, Sicherung und Ausbau von Arbeitsplätzen, Umschulungen, Beteiligung kommunaler und regionaler Akteure, und Renaturierung Teil der Beratungen der EU-Kohleplattform sein werden. Am 7. und 8. April 2019 hat sich die Plattform erneut zu einem zweitägigen Austausch bei der EU-Kommission in Brüssel getroffen.

„Unter Anwendung eines integrierten, ortsbezogenen Ansatzes werden im Rahmen der kohäsionspolitischen Programme für den Zeitraum 2014-2020 Investitionen in einer Vielzahl von Bereichen getätigt, die zum Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Kohleregionen der EU beitragen. Die potenziell verfügbaren Mittel wurden hinsichtlich der derzeitigen Pilotregionen der Initiative zur Unterstützung für Kohleregionen im Wandel auf rund 20 Mrd. EUR geschätzt“, teilte die EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Crețu (vgl. Antwort auf die Anfrage von Ska Keller zur schriftlichen Beantwortung E-006233/2018 an die EU-Kommission).

Förderfähig seien der EU-Kommission zufolge: „Projects undertaken within the platform may include building geothermal and hydro energy plants in former coal mines, investing in e-mobility, digitalisation and data centres, creating innovation parks, forming local energy communities, and developing tourism and agricultural activities.“ (vgl. https://ec.europa.eu/energy/en/topics/oil-gas-and-coal/coal-and-other-solid-fuels letzter Absatz)

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Strukturwandel Lausitz ist EU-Pilotregion für Strukturwandel. Bündnisgrüne Fraktion: Landesregierung soll Aufklärung über Mittel und Projekte geben

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Mercosur kommt – Abstimmung zur rechtlichen Prüfung trotzdem falsches Signal
    Das Europäische Parlament hat den Mercosur-Vertrag zur rechtlichen Prüfung dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt. Das ist das falsche außenpolitische Signal. Die Geschlossenheit und Verlässlichkeit Europas ist in Zeiten einer schwierigen weltpolitischen Lage und Donald Trumps Zollpolitik unerlässlich.
  • Wir haben es satt: Schwarz-Rot macht Politik für Agrarkonzerne
    Die Verlierer der Landwirtschaftspolitik von Agrarminister Alois Rainer sind kleinere Landwirtschaftsbetriebe, aber auch wir als Verbraucher*innen, die Umwelt und die Tiere in der Landwirtschaft. Internationale Agrarkonzerne und große Handelsketten profitieren. Das geht in die komplett falsche Richtung: Wir fordern: Ein Stopp der Preistreiberei im Lebensmittelhandel, faire Preise für Bäuerinnen und Bauern und gutes, bezahlbares und gesundes Essen für alle.
  • Baden-Württemberg: Stabil in bewegten Zeiten
    Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Als Nachfolger von Winfried Kretschmann als Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg geht für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Cem Özdemir ins Rennen. Baden-Württemberg ist eine der lebenswertesten Regionen der Welt und das soll so bleiben. Klimaschutz, Wohlstand und Bildung stehen hierbei für uns im Fokus.
  • Angriff auf Venezuela: Erneuerbare Energien machen die Welt sicherer
    Was in Venezuela passiert, zeigt: Die noch immer weltweit hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist ein globales Sicherheitsrisiko. Über den Klimaschutz hinaus sind die Energiewende und der massive Ausbau von Green-Tech-Lösungen längst zu einer sicherheitspolitischen Frage für uns in Deutschland als recht rohstoffarmes Land geworden. Eine Politik, die gezielt auf europäische Souveränität setzt, würde für mehr Energiesicherheit sorgen, unsere fossile Abhängigkeit von den USA lösen und für mehr Wertschöpfung innerhalb der Europäischen Union sorgen.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.