Heide Schinowsky

Windenergie
Aus dem Parlament
Braune Spree
Braunkohle

Nach Besuch von Robert Habeck in Cottbus: Lausitzer Bündnisgrüne gehen gestärkt in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes

www.ideengruen.de | markus pichlmaierNach dem Besuch ihres Bundesvorsitzenden Robert Habeck am Montagabend in Cottbus sehen sich die Lausitzer Bündnisgrünen gut gewappnet für die kommende Phase des heißen Wahlkampfes. „Mit Vorurteilen, Hass, Hetze und wirren Vorwürfen kann man kein Land regieren; der Austausch von Sachargumenten und eine intensive Diskussion sind die geeignete Basis, wenn man etwas verändern möchte. Das hat Robert Habeck am Montag eindrucksvoll bewiesen“, sagte die Kreisvorsitzende der Cottbuser Bündnisgrünen Petra Weißflog.

Der Bundesvorsitzende hatte sich am Montag im Alten Stadthaus am Altmarkt in Cottbus auf einer Bürgerversammlung („Town-Hall-Meeting“) in den direkten Austausch mit Lausitzerinnen und Lausitzern begeben. Cottbus war Start der Tour des Bundesvorsitzenden durch Ostdeutschland.

„Wir wussten alle nicht, was uns genau erwartet; aber genau deshalb hat sich dieses Format mehr als bewährt. Anstelle einer Frontalrede war so Platz für die vielen Fragen der Teilnehmer*innen“, sagte die Moderatorin des Abends, Heide Schinowsky. Wie zu erwarten, war der Kohleausstieg ein wichtiges Thema; hinzu kamen Fragen über Kriegseinsätze, die Situation im ländlichen Raum, Gesundheitspolitik oder auch die Misere des ständig überfüllten RE2 von und nach Berlin und vieles andere mehr.

Mit etwa 300 Teilnehmer*innen platzte der große Saal im Alten Stadthaus aus allen Nähten. „Wir hatten mit ca. 150 Menschen gerechnet, und sind vollkommen überrannt worden. Grüne Politik wird auch in der Lausitz immer stärker wahrgenommen“, zeigte sich Petra Weißflog erfreut. Die 180 Sitzplätze waren bereits 20 Minuten vor Beginn gut besetzt. „Leider konnten etwa 30 Interessent*innen nicht mehr eingelassen werden, was wir sehr bedauern, sagt Heide Schinowsky: „In Zukunft sollten wir entweder einen größeren Raum nehmen oder aber eine Live-Übertragung anbieten“, meint Schinowsky selbstkritisch.

Schützenhilfe hatten die Lausitzer Bündnisgrünen für ihren Wahlkampfauftakt von unerwarter Seite bekommen. Ein Kohlelobbyverein hatte Cottbus mit Plakaten zugepflastert, die den grünen Bundesvorsitzenden als „Marsmännchen“ darstellten. „Ich vermute, die Menschen wollten sich selbst ein Bild von den Grünen machen, anstatt platte Parolen einfach hinzunehmen“, meint Schinowsky. Sympathisanten des Vereins waren am Nachmittag im sozialen Netzwerk Facebook mit Hass und Häme über die Veranstaltungen hergezogen und schreckten selbst vor Morddrohungen nicht zurück.

Robert Habeck bedankte sich am Ende für die sachliche Diskussion. Seine Abschieds-Botschaft, dass er nach diesem Abend „sehr zuversichtlich“ sei und mit nun umso größerem Respekt vor den Menschen hier nach Hause fahre, wurde mit lang andauerndem Beifall auf- und mitgenommen.

Pressemitteilungen gruene.de

06. Dezember 2019

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Ein schwieriges Ergebnis in Thüringen
    Wir bedanken uns bei unseren Wählerinnen und Wählern und allen GRÜNEN, die in Thüringen mit viel Leidenschaft bis zum Ende gekämpft haben. Mit unserem Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Wir haben es bei dieser Wahl nicht geschafft, in die Breite der Gesellschaft vorzudringen. Daran werden wir weiterhin in Stadt und Land arbeiten.
  • Maßnahmen für ein klimaneutrales Land
    Der Bundesregierung fehlt der Mut, endlich echten Klimaschutz durchzusetzen. Doch wir müssen jetzt handeln, um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen. Mit unserem Maßnahmenpaket kann die Klimaschutz-Wende gelingen. Von Klimaschutzgesetz über CO2-Preis bis zum Kohleausstieg – das ist der grüne Klimaschutzplan.
  • Wie radikal muss Politik sein?
    Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt-Gruppe, und Ulrich Schulte, Leiter des taz-Parlamentsbüros, im Gespräch über die Grenzen des Kapitalismus, Verbote in der Politik und die Kraft der Straße.
  • Bundesregierung scheitert beim Klimaschutz
    Das von der Bundesregierung verabschiedete Klimaschutzpaket reicht nicht, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Anstatt entschlossen die Menschheitsaufgabe Klimaschutz anzupacken, schiebt sie die Verantwortung auf die nächste Regierung. Dabei brauchen wir jetzt ein verbindliches Klimaschutzgesetz, einen CO2-Preis, der klimapolitisch wirksam und sozial gerecht ist sowie ein Kohleausstiegsgesetz.
  • In die Zukunft investieren
    Zur Schuldenbremse gehört ein Investitionsmotor. Angesichts von Niedrigzinsen, abflauender Konjunktur, Klimakrise und Investitionsstau braucht es eine Investitionsoffensive für Deutschlands Zukunft. Mit unserem Vorschlag sinkt die Verschuldung in Deutschland weiter, wir schaffen aber den nötigen Spielraum für Investitionen.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen