Heide Schinowsky

Aus dem Parlament
Windenergie
Braune Spree
Braunkohle

EU-Kommissar informiert sich über Pläne für Löschflugzeugstaffel im Tagebaugebiet Welzow. Bündnisgrüne unterstützen das Vorhaben

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDer EU-Kommissar für den Katastrophenschutz Christos Stylianides informierte sich heute in Welzow über die Pläne, eine europäische Löschflugzeugstaffel an dem dortigen Flugplatz zu errichten. Bei dem Treffen war auch der Präsident des Technischen Hilfswerks (THW) Albrecht Broemme anwesend. Beide äußerten sich positiv über den Aufbau einer Löschflugzeugstaffel im Rahmen des "rescEU"-Programmes. Damit könnte Welzow als einziger Standort nördlich der Alpen in Betracht gezogen werden. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass sich sowohl die Bundesregierung, wie auch die Landesregierung dazu bekennen. Die Lausitzer Bündnisgrünen unterstützen das Vorhaben, zeigen sich aber irritiert über die ablehnende Haltung in Potsdam.

"Mit ist vollkommen unklar, warum Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein Innenminister Karl-Heinz Schröter bislang auf der Bremse stehen. Dass sich aufgrund einer Graswurzelinitiative von lokalen Akteuren und Unternehmern nun sogar ein EU-Kommissar das Vorhaben persönlich vor Ort ansieht, ist ein Meilenstein für persönliches Engagement im Rahmen des Strukturwandels", sagt die scheidende Lausitzer Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky. "Das Vorhaben kann zu einem echten Leuchtturm werden". Über die Gründe der Zurückhaltung in Potsdam kann man nur spekulieren. "Einerseits liegt unter dem Flugplatz Kohle, die entgegen den Empfehlungen der Kohlekommission immer noch für die Förderung vorgesehen ist. Vielleicht hat die Potsdamer Staatskanzlei aber auch ein Problem damit, dass diese Idee nicht von ihr entwickelt wurde, sondern in Eigenregie von lokalen Initiativen und Unternehmern vorangetrieben wurde. Wir wissen nicht, was dahinter steckt".

Die neu in den Brandenburger Landtag gewählte Lausitzer Umweltexpertin Isabell Hiekel kündigte an, sich für die Einrichtung der Löschflugzeugstaffel im neuen Landtag einzusetzen: "Das Projekt kann nicht nur in Brandenburg schnell gegen Waldbrände helfen, sondern auch den ganzen Norden der EU mit absichern. Das darf sich Brandenburg nicht entgehen lassen", sagt Hiekel.

Hintergrund

Aufgrund der deutschlandweit einzigartigen Lage des Flugplatzes Welzow und dem direkt anschließenden Wasserlandeplatz würde sich die Region für die Einrichtung einer Flugzeug-Löschstaffel mit Ausbildungszentrum für die Brandbekämpfung aus der Luft hervorragend eignen. Schätzungen der Projektentwickler gehen von etwa 400 neuen Arbeitsplätze aus. Die Löschflugzeuge könnten nicht nur im Land Brandenburg zum Einsatz kommen, sondern deutschlandweit und in Nordeuropa. Die Welzowerin Hannelore Wodtke, die die Region in der Kohlekommission vertreten hatte, setze sich zudem mit Erfolg dafür ein, dass die Löschflugzeugstaffel als Projekt für den Strukturwandel im Abschlussbericht aufgenommen wurde. Gefährdet ist das Projekt durch den Plan der rot-roten Landesregierung, den neuen Tagebau Welzow Süd II noch aufschließen zu wollen. In diesem Fall würde der Flugplatz abgebaggert werden; denn darunter liegt Kohle.

Pressemitteilungen gruene.de

23. Februar 2020

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Gewalttat von Hanau
    Nach der mutmaßlich rechtsextremen und rassistischen Gewalttat von Hanau erklären Annalena Baerbock und Robert Habeck, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
  • Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen: Dammbruch für die Demokratie
    Zur Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen erklären die Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie die Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter:
  • „So wie wir die Gesellschaft verändert haben, hat die Gesellschaft uns verändert“
    30 Jahre BÜNDNIS 90 und 40 Jahre DIE GRÜNEN – am 10. Januar haben wir in Berlin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ein doppeltes Jubiläum gefeiert. Neben Schlaglichtern auf unsere bewegte Parteigeschichte von unter anderem Joschka Fischer, Marianne Birthler und Hans-Christian Ströbele richtete sich der Blick nach vorne: 2020 soll für die GRÜNEN das Jahr der Bündnispartei werden. Mit Rekordmitgliederzahlen und steigenden Zustimmungswerten geht es darum, Politik für die Breite der Gesellschaft zu machen.
  • Für Wirtschaft, die sich neu erfindet
    Wie klimaneutrales Wirtschaften ermöglicht und Armut bekämpft werden kann, waren die beiden Leitfragen auf der grünen Vorstandsklausur in Hamburg. Hierfür hat der Bundesvorstand zwei Maßnahmenpläne beschlossen. Die Klausur stand im Zeichen des Hamburger Bürgerschaftswahlkampfs: Die GRÜNE Katharina Fegebank möchte Ende Februar Hamburgs Erste Bürgermeisterin werden.
  • Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht maximale Gewinne
    Die sozial-ökologische Transformation stand im Mittelpunkt des dritten und letzten Tages des 44. Bundesparteitages der GRÜNEN in Bielefeld. Die Delegierten einigten sich nach einer mehrere Stunden andauernden Debatte auf zwei umfangreiche Beschlüsse zu Klima- und Wirtschaftspolitik.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.