Heide Schinowsky

Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

„Wir stehen vor einer Mammutaufgabe“ Bündnisgrüne Wasserkonferenz am 10. Juni in Cottbus

Pinnower See (www.ideengruen.de | markus pichlmaierDie Vorbereitungen zur bündnisgrünen Wasserkonferenz am 10. Juni in der Messe Cottbus sind nun fast abgeschlossen. Unterstützung für die Anliegen wurde jüngst von der Bundesebene signalisiert. Die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock unterstrich im Vorfeld der Konferenz, dass der Bund die Region nicht im Stich lässt. „Demnächst wird das neue milliardenschwere Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung der DDR-Tagebaue bis 2027 unterschrieben werden. Wir machen uns aber auch jetzt schon Gedanken über die Zeit danach bzw. die langfristigen Folgen der Braunkohleförderung auf den Wasserhaushalt. Hier wurden Ewigkeitskosten verursacht, die es zu managen gilt“, sagt Annalena Baerbock.

 

Die Folgen der DDR-Tagebaue sind nur ein Teil des Wasserproblems in der Lausitz. „Wir stehen vor einer Mammutaufgabe“, sagt die Kreisvorsitzende der Bündnisgrünen Spree-Neiße Heide Schinowsky. „Es ist noch völlig unklar, woher zeitnah das Wasser für den zukünftigen Tagebaufolgesee Welzow kommen soll. Einen weiteren so riesigen wie problembeladenen Flachwassersee wie den Cottbuser Ostsee darf es nicht geben“, fordert Schinowsky.

Die umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Isabell Hiekel weist darauf hin, dass laut einem Landtagsbeschluss große Tagebauseen zukünftig vermieden werden sollen. Wie groß der Welzower See einmal wird, ist noch nicht bekannt. „Im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg wurde im März erklärt, dass bei den von der LEAG eingereichten Unterlagen Nachforderungen und Konkretisierungen erbeten wurden. Ein Scopingtermin ist demnach für Mitte des IV. Quartals geplant“, berichtet Schinowsky.

Auch im Spreewald macht man sich Sorgen um das Wasser: „In einer gemeinsamen Kraftanstrengung konnte der Spreewald vor über 10 Jahren vom Eisenocker verschont bleiben. Doch wir dürfen nicht nachlassen, denn Wasser wird knapp“, fordert Sandra Pengel, Kreisvorsitzende der Bündnisgrünen Dahme-Spreewald (LDS). Der Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion in LDS, Lothar Treder-Schmidt, warnt: „Wir müssen genug Wasser der Lausitz für die nächste Generation in den Wäldern speichern, die dafür umgebaut werden müssen.“ Die Moore müssten belebt werden, damit das Wasser dort versickern könne; Bäche und Flüsse müssten renaturiert werden. Nur so sei es möglich, dass sich die Fließgeschwindigkeit verringert und die tiefen Grundwasserspeicher geschützt werden. Das seien die großen Herausforderungen und unsere Verantwortung für die Zukunft, so Treder-Schmidt.

„Der Bau einer Dichtwand im Südraum der Spree muss schneller realisiert werden als wie angekündigt erst im Jahr 2038“, fordert Winfried Böhmer vom Kreisverband der Bündnisgrünen Oberspreewald-Lausitz. Erst nach langem Zögern hatte sich der staatliche Bergbausanierer LMBV dazu entschlossen, eine Barriere für den Eisenockereintrag nördlich des Speicherbeckens Lohsa II zu errichten. Die LMBV kündigte jedoch an, dass mit allen nötigen Genehmigungen und Vorarbeiten, die Dichtwand frühestens ab 2038 als Barriere für das Eisen im Boden dienen könne.

Unklar ist auch noch der Wasserbedarf für die Wasserstoffwirtschaft: „In Cottbus steht der Bau eines Gaskraftwerkes in den Endzügen. Das Kraftwerk ist darauf ausgelegt, später auf Wasserstoff umgestellt zu werden“, sagt Dr. Martin Kühne, Umweltexperte der Cottbuser Bündnisgrünen. „Zudem plant die Leag am Kraftwerksstandort Jänschwalde ein großes neues Erdgaskraftwerk mit der Option auf Wasserstoffeinsatz. Auch soll einmal der öffentliche Personennahverkehr auf Wasserstoff umgestellt werden. Niemand kann bis heute die Bedarfe an Wasser verlässlich beziffern“, so Kühne.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Strukturwandel „Wir stehen vor einer Mammutaufgabe“ Bündnisgrüne Wasserkonferenz am 10. Juni in Cottbus

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • IM/PULS: Zwei Tage für Ideen, Debatten und neue Perspektiven
    Vom 29. Bis 30. Mai kommen wir zum IM/PULS – Forum für Zukunft im smartvillage Berlin zusammen. Gemeinsam wollen wir die zentralen Fragen unserer Zeit diskutieren. Das Forum versteht sich als Ort der Inspiration und des Austauschs – offen für neue Stimmen ebenso wie für kritische Perspektiven.
  • Rheinland-Pfalz: Grüne schützen, was uns schützt.
    Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Für uns ist klar: Wir schützen, was uns schützt. Nur GRÜNE sorgen für eine für alle bezahlbare und sichere Energieversorgung aus Solar-, Wind- und naturverträglicher Biomasseenergie. Nur mit einer Zweitstimme für GRÜNE wird die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz unabhängig von fossilen Energieimporten aus autokratisch regierten Staaten und extremen Preisschocks als Folge von Kriegen und geopolitischen Krisen auf unserer Welt.
  • Wirtschaftsappell: Mehr Energiewende – nicht weniger!
    Über 25 Unternehmen aus verschiedenen Branchen richten einen klaren Appell an die Bundesregierung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ausgebremst werden. Weitere Unternehmen können und sollen unterzeichnen, ebenso Privatpersonen als Unterstützer*innen. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen wir diesen Appell ausdrücklich. Denn eines ist offensichtlich: Günstiger, sauberer Strom ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, Energiesicherheit und neue Investitionen.
  • Der fatale Irrweg der schwarz-roten Energiepolitik
    Nach der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine erleben wir derzeit erneut einen Preisschock bei den Öl- und Gaspreisen. Mit dem Krieg im Iran und der blockierten Schifffahrt an der Straße von Hormus wird deutlich, wie verletzlich auch Europas und Deutschlands Wirtschaft und Energieversorgung sind. Spätestens jetzt sollte klar sein: Deutschland muss sich schnellstmöglich von fossilen Energien lösen. Die schwarz-rote Bundesregierung tut derzeit das glatte Gegenteil. Wir fordern eine Energiepolitik, die unsere Energieversorgung unabhängig, sicher und günstig macht und obendrein noch das Klima schützt.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN